Windenergie-Boom: Branche fordert höhere Ausschreibungsmengen

15. Januar 2026

Windenergie-Boom: Branche fordert höhere Ausschreibungsmengen. Der Ausbau der Windkraft an Land hat sich im vergangenen Jahr dramatisch beschleunigt: Insgesamt gingen 958 neue Windräder mit einer Gesamtleistung von 5,2 Gigawatt in Betrieb; das ist – nach dem Jahr 2017 – der zweithöchste jemals erreichte Wert, teilt der Bundesverband Windenergie (BWE) am Mittwoch mit. Und für die nächsten Jahre sind noch deutlich höhere Werte von über acht Gigawatt absehbar, denn anders als in der Vergangenheit waren sämtliche Ausschreibungen für neue Windparks im Jahr 2025 überzeichnet. Weil gleichzeitig auch bei den Genehmigungen für neue Windanlagen mit knapp 21 Gigawatt ein neuer Rekordwert erreicht wurde, ist sichergestellt, dass es für die ausgeschriebenen Windkraftmengen in den nächsten Jahren genug Nachfrage geben wird.

Trotzdem könnte das Ausbauziel für das Jahr 2030 verfehlt werden. Der Windenergie-Verband schätzt, dass bis dahin statt der im EEG vorgesehenen 115 Gigawatt nur 100 bis 105 Gigawatt installiert sein werden. Hauptgrund dafür ist, dass parallel zum starken Neubau mehr alte Windräder stillgelegt werden als erwartet. Denn durch den technischen Fortschritt lohne es sich früher, sie durch neue Anlagen zu ersetzen, sagte BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek. Um das Ziel trotzdem zu erreichen, fordert der Verband, die Ausschreibungsmengen in den Jahren 2026 und 2027 um jeweils fünf bis sechs Gigawatt zu erhöhen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte dagegen wiederholt angedeutet, dass die Ausschreibungsmengen reduziert werden könnten. Malte Kreutzfeldt

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Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2026