Wahl in Ungarn II: Die AfD und der Verlust eines Freundes

13. April 2026

Wahl in Ungarn II: Die AfD und der Verlust eines Freundes. Für die AfD ist die Niederlage von Viktor Orbán ein herber Schlag. Als einer der wenigen Regierungschefs hat er die AfD hofiert. Deren Spitze hatte sich auf seinen Sieg festgelegt. „Viktor Orban wird gewinnen“, hatte Alice Weidel noch am Donnerstag getwittert und dazu ein Video gepostet, das die Unterstützung Orbáns durch J.D. Vance zeigt. Und doch war die Hilfe durch die MAGA-Leute aus den USA offenkundig nicht so wirksam, wie sich das viele in der AfD erhofft hatten.

Im Führungszirkel der Partei löste das Ergebnis durchaus Nervosität aus. Das erfuhr Table.Briefings aus Bundesvorstandskreisen. Weidel und andere versuchten am Montag, gesichtswahrend damit umzugehen. Am Nachmittag gratulierte die Parteichefin Péter Magyar zum Wahlsieg. Für den Außenpolitiker Markus Frohnmaier ist das Ergebnis ein Beleg, dass Ungarn kein autoritärer Staat sei. Hinter den Kulissen ist zu hören, dass Magyars Sieg einigen in der AfD etwas ganz anderes belege: Dass Korruption und Trump-Nähe eher ein Rezept für Misserfolg seien. Franziska Klemenz

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Letzte Aktualisierung: 13. April 2026