Wadephul in den USA: Hoffnungsschimmer für den Außenminister

13. Januar 2026

Wadephul in den USA: Hoffnungsschimmer für den Außenminister. Zum Finale seiner Washington-Visite hat Johann Wadephul mehrere Abgeordnete und Senatoren getroffen. So konnte er seine Sicht auf Themen wie die Ukraine, Grönland und den Zusammenhalt der Nato auch in den Kongress tragen. Für den Minister sind diese Gespräche mindestens so wichtig wie der Kontakt zur US-Regierung. Für ihn ist es angesichts der aktuellen Lage zentral, seine Überzeugungen möglichst breit unter die wichtigen Leute in Washington zu tragen – um auch um die Regierung herum für das transatlantische Bündnis zu werben. Zunächst schien es, als käme er bei diesem Ziel wenig voran.

Deshalb verlängerte er seinen Besuch spontan um einen Tag. Am Dienstag traf er zunächst den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer, um unter anderem über die umstrittenen Themen Digital Services Act und Digital Markets Act zu reden. Anschließend sprach er im Senat mit den beiden Republikanern Roger Wicker und Jim Risch sowie der Demokratin Jeanne Shaheen. Sie ist Dauergast auf der MSC in München. Im Abgeordnetenhaus traf er den Demokraten Gregory Meeks und den Republikaner Brian Mast. Wicker und Mast wollen auch zur MSC kommen. Nur der 45-jährige Afghanistan-Veteran Mast zählt zur jüngeren Generation, alle anderen sind älter als siebzig. Damit gehören sie zu der Generation, die mit der transatlantischen Freundschaft aufgewachsen ist. Offenkundig setzt Wadephul in sie besondere Hoffnung zur Bewahrung des Bündnisses. Stefan Braun

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Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2026