Verhältnis zu Trump: Wie die Außenpolitik die AfD spaltet

20. Januar 2026

Verhältnis zu Trump: Wie die Außenpolitik die AfD spaltet. Die Kritik von Alice Weidel am Vorgehen von Donald Trump in Grönland und Venezuela beschäftigt die AfD nachhaltig. Auf der einen Seite stehen jene, die Weidel zustimmen und teils noch weiter gehen. „Wir müssen die Frage beantworten, ob wir als Deutschland Spielball oder Player sein wollen. Wir brauchen Kernwaffen“, sagte Bundesvorstand Kay Gottschalk Table.Briefings. Jeder solle wissen: „Wer Deutschland angreift, kann diesen Krieg nicht gewinnen.“ Wer Trumps Linie verteidigt, den fragt Gottschalk, ob er auch Bayern hergeben würde, sobald die USA dort seltene Erden wähnen. Ähnlich sehen es viele in der Partei, darunter der Chef der Generation Deutschland, Jean-Pascal Hohm.

Andere in der AfD verteidigen Trump vehement. „Ich kenne keinen Kollegen, der ernsthaft einen Konflikt mit den USA will, nur um Grönland im Einflussbereich von Ursula von der Leyen zu halten“, sagte etwa Maximilian Krah Table.Briefings. Hinter vorgehaltener Hand werfen einige Weidel vor, das Verhältnis zur US-Administration beschädigt zu haben. „Sehr peinlich“, heißt es. Das State Department sei empört gewesen. Weidels Sprecher widerspricht. „Das Verhältnis zu den Republikanern ist nach wie vor hervorragend“, sagte Daniel Tapp Table.Briefings. „Bedauerlicherweise wird gern jeder vermeintliche Widerspruch genutzt, um eine Krise herbeizufabulieren.“ Die von manchen in der AfD angestellte Vermutung, dass J.D. Vance seine Teilnahme an der MSC wegen Weidel abgesagt habe, halte er „für vollkommen abwegig“. Franziska Klemenz

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Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2026