Ukraine: Anhaltende Rüstungshilfe auch nach Kriegsende

20. Mai 2026

Ukraine: Anhaltende Rüstungshilfe auch nach Kriegsende. Oberst Jörg Wissdorf aus dem Ukraine-Sonderstab des BMVg rechnet nicht mit einem Einbruch der Rüstungslieferungen an Kyjiw im Falle eines Friedensschlusses. „Selbst wenn es jetzt zu einem Kriegsende käme, dann brauchen wir sicherlich nochmal fünf Jahre, um die Ukraine weiter auszurüsten“, sagte er auf einer Veranstaltung des Verbandes der Elektro- und Digitalindustrie in Berlin. Angesichts leerer Arsenale europäischer Armeen geht er von „mindestens zehn Jahren“ aus, „um entsprechende wehrtechnische Güter herzustellen“.

Der Bundeswehr-Offizier sprach sich zudem für weitere Beschleunigung bei der Zusammenarbeit zwischen deutschen und ukrainischen Rüstungsunternehmen aus. „Ich denke, Geschwindigkeit geht vor Abstimmung.“ Dass vermehrt ukrainische Firmen in Deutschland Betriebsstätten eröffneten, führte Wissdorf auf die Notwendigkeit sicherer Produktionsstätten zurück: „Die Ukrainer suchen Fertigungsplätze, in denen sie nachts nicht bombardiert werden.“ Markus Bickel

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Letzte Aktualisierung: 20. Mai 2026