Skandale bei Versorgungswerken: Bund hält sich raus

18. Januar 2026

Skandale bei Versorgungswerken: Bund hält sich raus. Nach den Fehlinvestitionen beim für drei Bundesländer zuständigen Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) sowie bei der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) sieht sich der Bund nicht zuständig. Die Aufsicht obliege ausschließlich den Ländern, heißt es aus dem BMAS. Die Bundesregierung habe insofern „keine Einwirkungsmöglichkeiten“. Das BMF teilt mit, mangels Zuständigkeit keine über öffentliche Quellen hinausgehenden Kenntnisse zur Lage der Versorgungswerke zu haben. Auch die Bafin verweist auf Anfrage auf die Länder.

Das VZB rechnet mit Rentenkürzungen. Demnach wird es zu Einschnitten bei künftigen Rentenzusagen und voraussichtlich auch bei bestehenden Renten kommen, teilte das Werk Table.Briefings mit. Die Entscheidung, wie genau sich die Lasten auf verschiedene Versichertengruppen verteilen, steht noch aus. Zudem läuft laut VZB ein Ermittlungsverfahren gegen frühere Verantwortliche unter anderem wegen des Verdachts auf Untreue und besonders schwere Korruption. Die BVK wiederum schließt Auswirkungen auf ihre Versorgungszusagen aus. Einzelne Verluste würden durch andere Investments ausgeglichen. Okan Bellikli

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Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2026