Riester-Reform: Versicherungswirtschaft will Wechsel aus alten Verträgen begrenzen

15. März 2026

Riester-Reform: Versicherungswirtschaft will Wechsel aus alten Verträgen begrenzen. Der GDV befürchtet „Fehlanreize“ beim Wechsel von bisherigen Riester-Produkten in die geplanten neuen Förderangebote. Denn ein solcher sei nicht für jeden vorteilhaft, schreibt der Verband in seiner Stellungnahme für die am Montag stattfindende Anhörung zum Gesetz. Es gehe um rund 15 Millionen bestehende Verträge, sagte Vizehauptgeschäftsführer Moritz Schumann Table.Briefings. Der GDV bemängelt, bisher sei vorgesehen, dass man die Entscheidung nicht widerrufen könne und sie Auswirkungen auf alle bisherigen Riester-Produkte hätte, die man hat – wie Sparpläne und Bausparverträge.

Der Verband fordert daher ein verpflichtendes Beratungsangebot, das der Kunde ablehnen kann. Mindestens brauche es eine „Karenzzeit“ von drei Monaten, in der die Förderwirkungen geprüft und die Entscheidung rückgängig gemacht werden kann. Der GDV plädiert zudem für einen verbindlichen „Warnhinweis“, sobald ein Wechsel des Förderregimes ausgelöst wird inklusive Gegenüberstellung, ob sich etwas ändert – und wenn ja, was. Hintergrund der Kritik ist, dass die Reform Produkte vereinheitlichen und Wechsel erleichtern soll. Für Versicherungen mit großen Altbeständen steigt damit das Risiko, dass sich Kunden umorientieren. Okan Bellikli

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Letzte Aktualisierung: 15. März 2026