Rede zur Freiheit: Grimm warnt vor Überforderung des Staates

20. April 2026

Rede zur Freiheit: Grimm warnt vor Überforderung des Staates. Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat vor einer Überforderung des Staates und vor Eingriffen gewarnt, die die Freiheiten der Bürger und damit notwendige Innovationen langfristig bremsen. „Entscheidungen, die kurzfristig plausibel oder moralisch geboten erscheinen, können langfristig erhebliche Zielkonflikte erzeugen und die Freiheit künftiger Generationen über Gebühr beschränken“, sagte Grimm in der 20. Berliner Rede zur Freiheit am Montagabend bei der Friedrich-Naumann-Stiftung. Die Politik müsse sich fragen, welche Rentenversprechen, welche Klimasubventionen oder welche Rahmenbedingungen für Zuwanderer die Gesellschaft sich leisten könne bei steigender Verschuldung und begrenzten staatlichen Ressourcen. Zur Freiheit gehöre die politische Verantwortung, „langfristige Wirkungen mitzudenken“.

Autoritäre Staaten gewännen weltweit an Einfluss, so die Ökonomin der TU Nürnberg. Der Anteil der westlichen Demokratien an der globalen Wirtschaftskraft sei in den vergangenen 60 Jahren von 60 auf 40 Prozent gesunken, mahnte Grimm. Die Antwort der freiheitlichen Demokratien könne nur wirtschaftliche Stärke und die daraus folgende „Fähigkeit zur Selbstbehauptung“ sein. Michael Bröcker

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Letzte Aktualisierung: 20. April 2026