Pharmadialog: Standortpolitik bedeutet laut BPI auch Sicherheitspolitik

11. Februar 2026

Pharmadialog: Standortpolitik bedeutet laut BPI auch Sicherheitspolitik. In den Gesprächen zwischen Bund und Industrie würden wichtige Faktoren noch zu wenig berücksichtigt, sagt Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) Table.Briefings. Es müsse vermieden werden, dass noch mehr Unternehmen abwandern, die hier Arzneimittel produzieren. Zudem müsse die Abhängigkeit von China bei Medikamenten verringert werden. Man bespreche im sogenannten Pharmadialog mögliche Maßnahmen, so Joachimsen. Ein Vorschlag sei, dass man Rabattverträge nicht ganz aufgebe.

Auch über Lieferengpässe mache man sich Gedanken. Ausschreibungen für Medikamente sollten deshalb erst dann durchgeführt werden, wenn gesichert sei, dass in Deutschland oder mindestens in Europa mehrere herstellende Unternehmen vorhanden seien, sagt Joachimsen. So könnten geopolitische Risiken deutlich minimiert werden. Dass man Produktionsstätten und Produktionskapazitäten, die einmal das Land verlassen hätten, zurückholen könne, hält er für „extrem unwahrscheinlich und unrealistisch“. In Köln sage man dazu „wat fott es, es fott“, – was weg ist, ist weg – das müsse man sich ehrlich vor Augen führen. Magdalena Latz

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Letzte Aktualisierung: 11. Februar 2026