Notfallversorgung: Reform soll Milliarden sparen

19. April 2026

Notfallversorgung: Reform soll Milliarden sparen. Mit einem Gesetz zur besseren Vernetzung bestehender Strukturen und dem Ausbau digitaler Angebote will das BMG das Gesundheitssystem entlasten. Auf Basis von Modellprojekten schätze man die Zahl potenziell nicht mehr notwendiger Besuche von Notaufnahmen und Notdienstpraxen auf 1,21 Millionen, heißt es im Entwurf. Langfristig könne die Reform jährliche Einsparungen von gut 1,2 Milliarden Euro bringen. Berücksichtige man Folgekosten wie die der stationären Behandlung nach nicht notwendigen Rettungseinsätzen, würde sich ein weiteres Einsparpotenzial von mehr als einer Milliarde Euro jährlich ergeben.

Eine sogenannte Akutleitstelle der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) soll eine bessere Steuerung von Hilfesuchenden ermöglichen. Zudem ist die flächendeckende Etablierung von „Integrierten Notfallzentren“ in jedem Bundesland vorgesehen. Der Plan ist, dass Krankenhäuser und die KVen so zusammenzuarbeiten, „dass immer eine bedarfsgerechte ambulante medizinische Erstversorgung bereitsteht“. An jedem Standort eines solchen Zentrums würde es dafür auch eine zentrale Ersteinschätzungsstelle geben. Die KVen sollen zudem verpflichtet werden, telemedizinische und mobile Angebote bereitzustellen. Okan Bellikli

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Letzte Aktualisierung: 19. April 2026