Messengerdienst Wire: CEO ruft zum Boycott von WhatsApp auf

29. April 2026

Messengerdienst Wire: CEO ruft zum Boycott von WhatsApp auf. Der CEO des Messengerdienstes Wire, Benjamin Schilz, hat dazu aufgerufen, sich von konkurrierenden Diensten abzuwenden. „Hören Sie auf, WhatsApp zu nutzen. Ich halte es für die schlechteste App auf dem Markt. Ich vertraue Meta in keiner Weise“, sagt er im Podcast Table.Today. Zudem müsse man den Einfluss amerikanischer Interessen auf die EU begrenzen: „Es wäre großartig, damit zu beginnen, amerikanische Lobbyisten aus Brüssel hinauszuwerfen“, sagte er.

Schilz begrüßte die Entscheidung des Bundestags, auf europäische Technologie zu setzen. Anders als ausländische Anbieter sei der deutsch-schweizerische Messengerdienst in unmittelbarer Nähe zum Parlament entwickelt worden. „Wir müssen die Demokratie unterstützen und dabei helfen, sie zu verteidigen.“ In dem Entwurf der Digitalstrategie für das deutsche Parlament steht digitale Souveränität an oberster Stelle der strategischen Ziele. Zuvor war es zu einem Phishing-Angriff über den Messengerdienst Signal gekommen, dem mehrere Spitzenpolitiker zum Opfer fielen. Die ebenfalls betroffene Bundestagspräsidentin Julia Klöckner empfahl daraufhin den Dienst Wire in einem Schreiben an Abgeordnete. Das Gespräch mit Schilz hören Sie ab 5 Uhr hier. Leonard Schulz

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Letzte Aktualisierung: 29. April 2026