Kürzungen beim Elterngeld? SPD-Wahlkämpfer rebellieren

17. Mai 2026

Kürzungen beim Elterngeld? SPD-Wahlkämpfer rebellieren. Mit 7,5 Milliarden Euro ist das Elterngeld mit Abstand der größte Posten im Etat des Familienministeriums. Auf Wunsch des Finanzministers musste jedes Haus Sparvorschläge vorlegen – das Haus von Karin Prien plant nun, den Rotstift beim Elterngeld anzusetzen. 350 Millionen Euro sollen bereits im kommenden Jahr eingespart werden. Doch in den Ländern regt sich Widerstand. Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach sagt Table.Briefings: „Familien dürfen nicht das Sparschwein der Nation sein.“

Gerade für die Wahlkämpfer wäre eine Kürzung fatal. Angesichts der aktuellen Unbeliebtheit der Bundesregierung sei es sowieso schon sehr schwer, Wahlkampf zu machen, beschweren sich manche SPD-Politiker. Besonders bitter wäre es für Krach und Jochen Ott aus NRW. Beide werben in ihrem Wahlkampf damit, das familienfreundlichste Bundesland werden zu wollen. Krach sagt, erst wolle die Bundesregierung den Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende kürzen, und jetzt will Frau Prien an das Elterngeld ran. „Unsere Familien brauchen Planungssicherheit und keine weitere Verunsicherung durch die Bundesregierung.“ Laura Block

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Letzte Aktualisierung: 17. Mai 2026