Koalitionswechsel in Brandenburg: CDU schielt auf das Innenministerium

06. Januar 2026
Dietmar Woidke und Jan Redmann (picture alliance / dts-Agentur)

Koalitionswechsel in Brandenburg: CDU schielt auf das Innenministerium. Nach dem Zusammenbruch des bundesweit ersten SPD-BSW-Bündnisses werde SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke schon in den kommenden Tagen mit CDU-Landeschef Jan Redmann über eine mögliche Koalition sprechen. So ist zumindest die Erwartung in der SPD-Landtagsfraktion. Nach dem Übertritt des Ex-BSW-Mitglieds Robert Crumbach in die SPD-Fraktion und der Auflösung der Koalition wird zwar in der SPD auch über eine Minderheitsregierung spekuliert, doch sei dies vor allem eine taktische Debatte, heißt es in der SPD-Fraktion. Als wahrscheinlich gilt, dass Woidke Crumbach wieder einen Posten im Kabinett anbieten wird.

Redmann könnte nun als Vize-Ministerpräsident einer rot-schwarzen Koalition eine neue Chance bekommen. Der CDU-Partei- und Fraktionschef hatte bei der letzten Landtagswahl ein desaströses Wahlergebnis von 12,1 Prozent zu verantworten und musste wegen einer Alkoholfahrt auf einem Elektroroller eine Geldstrafe bezahlen. Nun ist er im Gespräch für das Innenministerium, das in der Geschichte der Brandenburger CDU stets eine besondere Rolle spielte. Jörg Schönbohm war von 1999 bis 2009 Innenminister und bundesweit bekannt. Zwischen Woidke und Redmann sei das Verhältnis trotz eines harten Wahlkampfs intakt, heißt es. Man gehe professionell miteinander um und duze sich, ist zu hören. Die Koalitionsverhandlungen könnten sich bis in den März ziehen, der Haushalt für das laufende Jahr ist beschlossen, bei den Beratungen für den Etat 2027 habe man bis zur Sommerpause Zeit, heißt es. Michael Bröcker

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Letzte Aktualisierung: 06. Januar 2026