Jahreskongress: Klimaunion warnt vor Abbremsen der Energiewende

10. Mai 2026

Jahreskongress: Klimaunion warnt vor Abbremsen der Energiewende. „Es wäre ein großer Irrweg, wenn wir mitten in der Transformation haltmachen“, sagte der Vorsitzende der Klimaunion, der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann, am Wochenende vor rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Jahreskongress des unionsnahen Vereins. „Es würde alles nur teurer machen und wir wären wieder abhängiger von fossiler Energie.“ Namen nannte er dabei nicht – doch dass sich die Kritik auch gegen CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche richtete, war offensichtlich. „Das Ammenmärchen, die Energiewende behindere die energieintensive Industrie in Deutschland, ist falsch“, sagte Heilmann. Diese leide „unter hohen Gas- und Ölpreisen, nicht unter Windrädern und Solaranlagen“. Ähnlich hatte sich Heilmann bereits im Vorfeld des Kongresses in einem Standpunkt für Table.Briefings positioniert.

Aus der Führung der Union gab es Unterstützung für mehr Klimaschutz. „Der Klimawandel ist nicht nur eine ökologische und ökonomische Herausforderung“, sagte Nina Warken. „Er ist eine der größten Bedrohungen für die menschliche Gesundheit weltweit.“ Darum steht aus Sicht der Bundesgesundheitsministerin und Vorsitzenden der Frauen-Union fest: „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz.“ Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner erklärte, Klimaschutz sei „eigentlich das konservativste Thema, das man haben kann“. Und auch CDU-Präsidiumsmitglied Wiebke Winter drängte darauf, das Thema in der Union ernst zu nehmen. „Für Klimaschutz zu sein, ist einfach, wenn die Zeiten gut sind“, sagte sie. „Entscheidend ist, auch dann dafür einzustehen, wenn Wirtschaft und Weltlage schwieriger werden.“ Malte Kreutzfeldt

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Letzte Aktualisierung: 10. Mai 2026