Hormus-Blockade: Wie Trump China unter Druck setzt

13. April 2026
Blockade der Straße von Hormus: China und der Rest Asiens sind besonders abhängig

Hormus-Blockade: Wie Trump China unter Druck setzt. Die Entscheidung der US-Regierung, die Straße von Hormus zu blockieren, setzt auch Peking unter Druck. China ist als Hauptabnehmer von iranischem Rohöl als in vorderster Front von der Blockade betroffen, die am Montag um 16 Uhr deutscher Zeit in Kraft trat. Rund die Hälfte der Ölimporte und ein Drittel des LNG bezieht China aus dem Nahen Osten. Sollten die USA eine Blockade aufrechterhalten, wäre das Grund genug für Peking, sich für eine freie Hormus-Passage einzusetzen – ein Ziel der Trump-Regierung.

Peking rief alle Seiten zu Ruhe und Zurückhaltung auf. Der chinesische Außenminister Wang Yi forderte die internationale Gemeinschaft am Montag dazu auf, „sich unmissverständlich gegen alle Maßnahmen zu stellen, die den Waffenstillstand untergraben oder die Konfrontation verschärfen“. Es gehe nun darum, „die hart erkämpfte Dynamik des Waffenstillstands zu bewahren“. Wang äußerte sich während eines Telefonats mit seinem pakistanischen Amtskollegen Mohammad Ishaq Dar. China begrüße es, wenn Pakistan eine größere Rolle bei der Lösung des Konflikts übernehme, sagte Wang und fügte hinzu, dass auch Peking bereit sei, seinen Beitrag zu leisten.

Schon jetzt sind die Rohölverkäufe von Saudi-Arabien an China auf ein Rekordtief gesunken. Saudi Aramco werde im Mai voraussichtlich die niedrigste jemals verzeichnete Menge Öl nach China liefern, wie Reuters berichtet. Auch die großen chinesischen Raffinerien Sinopec und Rongsheng Petrochemical haben ihre Abnahmen für Mai drastisch reduziert. „Wie Chinas Energieversorgung aufgestellt ist, lesen Sie im China.Table.“ Manuel Liu

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Letzte Aktualisierung: 13. April 2026