Goethe-Institut: Kürzungen und Gegenwind zum Jubiläum

27. Januar 2026

Goethe-Institut: Kürzungen und Gegenwind zum Jubiläum. Seit fünf Jahren nehmen die Bundesmittel für das Goethe-Institut kontinuierlich ab. Um dem Spardruck zu begegnen, setzt das Institut immer häufiger nicht mehr auf Großrepräsentanzen, sondern eröffnet kleinere Zweigstellen wie in Chișinău und Lublin. In den USA versucht man mit solchen kleineren Außenstellen in Houston oder St. Louis mehr Präsenz in der Fläche zu zeigen, um jene Milieus zu erreichen, die trotz politischer Spannungen am Austausch mit Europa interessiert sind. Gleichzeitig stoßen Goethe-Mitarbeiter weltweit auf massives Unverständnis wegen der vielerorts als einseitig wahrgenommenen Unterstützung Israels. „Wir müssen im Dialog bleiben, wo klassische Diplomatie an ihre Grenzen kommt“, sagte Präsidentin Gesche Joost bei einem Pressegespräch anlässlich des 75. Jubiläums der Institution.

Joost sieht die Fachkräfteeinwanderung als eine der künftigen Schlüsselfunktionen des Goethe-Institut. Das Institut begleite den gesamten Prozess von Migrationsentscheidung bis Ankommen in Deutschland – ein Fokus, der die Relevanz gegenüber Politik und Wirtschaft festigen soll. Die Fachkräfteeinwanderung sei zentral für die Zukunftsfähigkeit des Landes. Deswegen sei es umso wichtiger, dass „Unternehmen und Gesellschaft bereit sind, diesen Weg aktiv mitzugestalten.“ Das Interesse an Deutschland scheint weiterhin groß: Noch nie nahm das Goethe-Institut so viele Sprachprüfungen an (1,1 Millionen) und nahm so viel durch Sprachkurse ein (156 Millionen Euro). Leonard Schulz

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Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2026