Glasfaserausbau: Wildberger fördert dort, wo es für Private unrentabel ist

14. Januar 2026
Kabeltrommeln mit Leerrohren für Glasfaserkabel (picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack)

Glasfaserausbau: Wildberger fördert dort, wo es für Private unrentabel ist. Am Mittwoch hat der Bundesdigitalminister stellvertretend für mehr als 500 einzelne Vorhaben 40 besondere Projekte zum Glasfaserausbau mit einem symbolischen Förderbescheid ausgestattet. Insgesamt gibt der Bund unter seiner Federführung in diesem Jahr gut 1,8 Milliarden Euro für den Ausbau des schnellen Internets. Und zwar genau dort, wo bis heute große Lücken klaffen, weil ein Ausbau dort für private Unternehmen unrentabel erscheint.

Im Visier des BMDS sind nicht große Städte, sondern kleine Dörfer und Landkreise. „Schnelles Internet ist heute so wichtig wie Straßen und Schienen“, so Karsten Wildberger. Jetzt gehe es darum, dass nicht mehr nur Ballungszentren, sondern gerade auch kleine Gemeinden einen Anschluss erhalten. „Staat und Wirtschaft arbeiten hier eng zusammen, um mit Glasfaser und Mobilfunk überall im Land sicherzustellen, dass die Daten schneller fließen.“ Maßstab für den Erfolg sei dabei nicht die Fördersumme, sondern der tatsächlich realisierte Anschluss und der Mehrwert für Regionen, Wirtschaft und Gesellschaft.

Nichts Neues gab es am Mittwoch zu den Gigafactory-Plänen. Zwar hatten sich Vertreter von Bund, Ländern und Industrie am Mittwoch für Stunden zusammengesetzt, um die Pläne für den Bau von KI-Gigafactorys in Deutschland voranzutreiben. Der Bund will entsprechende, von der EU geförderte Projekte mit mehr als 800 Millionen Euro unterstützen, um sie ins Land zu holen. Als Gigafactory gelten Rechenzentren, in denen mindestens hunderttausend spezielle Chips für die Nutzung der KI verbaut sind. Nach den Gesprächen wollten sich jedoch weder das BMDS noch das federführende Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt zum Stand der Gespräche äußern. Stefan Braun

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Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2026