Entwicklungshilfe: Was der UNDP-Umzug nach Bonn für den Standort Deutschland bedeutet

27. Januar 2026

Entwicklungshilfe: Was der UNDP-Umzug nach Bonn für den Standort Deutschland bedeutet. Die Folgen der Finanzkrise bei den UN verändern Deutschlands Rolle im UN-Entwicklungsprogramm (UNDP). Als größter Kernbeitragszahler profitiert Deutschland davon, dass 400 UNDP-Stellen aus New York verlagert werden – 300 davon nach Bonn. Der Standort gewinnt damit deutlich an Bedeutung, sowohl quantitativ als auch inhaltlich, etwa durch den Zuzug von Teams zu Klima, Digitalisierung und Governance. Wichtig sei „die klare deutsche Positionierung zum Multilateralismus, den Vereinten Nationen und der regelbasierten Weltordnung“, so die Direktorin der deutschen Repräsentanz von UNDP, Melanie Hauenstein.

Bonn bietet strategische Nähe zu europäischen Entscheidungsträgern und zu bestimmten Krisenregionen. Das soll die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen erleichtern. Mit dem Umzug reagieren UNDP und andere UN-Einheiten auf sinkende Beiträge vieler Mitglieder, es ist zugleich ein Teil größerer Strukturreformen. Die Verlagerung soll UNDP jährlich bis zu 15 Millionen US-Dollar einsparen – und macht Bonn zu einem der wenigen Gewinner dieser Umbruchsphase. Wie die Bundesregierung die Kooperation mit UNDP 2026 vertiefen will und wie ihre Beitragszahlungen sich entwickeln, lesen Sie im Security.Table. Katharina Horban

Briefings wie Berlin.Table per E-Mail erhalten

Keine Bankdaten. Keine automatische Verlängerung.

Sie haben bereits das Table.Briefing Abonnement?

Anmelden

Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2026