Einsatz von KI: Wieso Medienanstalten Google und Perplexity ins Visier nehmen

09. Februar 2026

Einsatz von KI: Wieso Medienanstalten Google und Perplexity ins Visier nehmen. Seit einigen Monaten erscheinen in Suchmaschinen wie Google nicht mehr bloß Suchergebnisse, sondern KI-generierte Zusammenfassungen von Inhalten von Medienhäusern. Was für den Nutzer oft praktisch ist, ist für die Medienvielfalt womöglich ein Problem. Deswegen haben die Landesmedienanstalten Hamburg/Schleswig-Holstein (dort sitzt Google) und Berlin-Brandenburg (Perplexity) eine Beschwerde eingelegt. Die Zeit berichtete zuerst. Eva Flecken, Leiterin der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), sagt Table.Briefings, dass es lediglich darum gehe, „unaufgeregt geltendes Recht anzuwenden“ und nicht um ein Bashing der Plattformen. „Wenn wir es irgendwie hinbekommen, chinesische Autobauer zu Abgaswerten zu verpflichten, dann kriegen wir doch auch hin, unseren öffentlichen Informationsraum freiheitlich zu organisieren.“

Nun müssen sich die Suchmaschinen zu einigen Fragen äußern. Markus Beckedahl, Geschäftsführer des Zentrums für Digitalrechte und Demokratie, sagt: „Das Vorgehen ist interessant, weil die Frage gestellt wird, ob Chatbots und KI-Agenten neutrale Vermittler sind.“ Als solche seien Suchmaschinen wie Google bislang definiert worden. Außerdem werde zu klären sein, inwiefern KI-Systeme intransparent im Hintergrund Antworten zusammenwürfeln und „ob sie beim Generieren der eigenen redaktionellen Inhalte einem gewissen Bias unterliegen“. Leonard Schulz

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Letzte Aktualisierung: 09. Februar 2026