Digitaler Euro: Wie Banken sich gegen das EZB-Projekt wehren

19. Mai 2026

Digitaler Euro: Wie Banken sich gegen das EZB-Projekt wehren. Im Vorfeld der geplanten Abstimmung im EU-Parlament im Juni hat die EZB ihr Projekt für den digitalen Euro unter dem Druck der Banken deutlich zurückgefahren. Für Verbraucher bietet die geplante Digitalwährung kaum erkennbaren Mehrwert. Pawel Tokarski, Ökonom bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, sagte Table.Briefings, der digitale Euro biete „in der aktuellen Form wenig Mehrwert“ und sein Vorteil – etwa die Garantie durch die EZB – sei für „den normalen Nutzer nicht besonders sichtbar“.

Zwar soll der digitale Euro als digitales Pendant zum Bargeld im Alltag nutzbar sein, doch Halteobergrenzen und fehlende Verzinsung begrenzen seine Attraktivität. „Banken bremsen das Projekt, weil sie Abflüsse von Einlagen zur Zentralbank fürchten“, so Tokarski. Gleichzeitig rücken aus Sicht der Kreditwirtschaft vor allem die hohen Einführungskosten in den Mittelpunkt der Kritik. Hinter dem Streit steht eine grundsätzliche Frage: Warum Europa beim digitalen Euro einen anderen Weg geht als die USA, lesen Sie im CEO.Table. Alexander Wiedmann

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Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2026