Cybercrime: Dobrindt kündigt Verschärfungen an, SPD mahnt

12. Mai 2026

Cybercrime: Dobrindt kündigt Verschärfungen an, SPD mahnt. Alexander Dobrindt will Sicherheitsbehörden besser gegen Cyberkriminalität aufrüsten. Man wolle die „Infrastruktur der Angreifer stören und zerstören“, sagte der Innenminister am Dienstag. Die Notwendigkeit sieht auch der digitalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Johannes Schätzl. Allerdings mahnt er gegenüber Table.Briefings, dass solche Befugnisse eng begrenzt, rechtsstaatlich klar definiert und technisch sauber eingehegt bleiben müssten. Aus seiner Sicht kommen sie insbesondere beim BSI in Betracht. Voraussetzung für jede Form aktiver Cyberabwehr sei zudem eine „zweifelsfreie Attribution der Angriffe, um Fehlzuordnungen und Kollateralschäden zu vermeiden“.

Im neuen Lagebild werden für 2025 insgesamt 333.922 Cyberangriffe in Deutschland aufgeführt. Laut Bitkom entstanden 202,4 Milliarden Euro Schaden. Gut 62 Prozent der Angriffe kamen aus dem Ausland; ein erheblicher Teil sei im „russischen Raum“ zu verorten, so Dobrindt. Besonders stark stiegen DDoS-Angriffe mit einem Plus von 25 Prozent. Die Deutsche Telekom maß 36.706 Fälle in ihrem Netz. Sie zielen darauf ab, Online-Dienste, Websites oder Server durch Überlastung zum Erliegen zu bringen. Die Angriffe durch Ransomware nahmen um zehn Prozent auf 1.041 Delikte zu. Franziska Klemenz

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Letzte Aktualisierung: 12. Mai 2026