Besuch in DC: Röttgens leise Hoffnung

26. Januar 2026

Besuch in DC: Röttgens leise Hoffnung. Nach vier Tagen intensiver Gespräche in Washington bringt der stellvertretende Unionsfraktionschef eine kleine Prise Optimismus mit. Sein wichtigster Eindruck: Anders als in Deutschland wahrgenommen sei in den USA trotz aller dramatischen aktuellen Entwicklungen nichts in Stein gemeißelt. „Alles ist im Fluss“, so Röttgen. Er erlebe einen „wahnsinnig dynamischen Prozess“, dessen Ausgang nach wie vor offen sei. Während man die Nato hierzulande schon für tot erkläre, habe er selbst unter Republikanern keinen Abgeordneten getroffen, der das Bündnis tatsächlich auflösen oder verlassen wolle. Röttgens leise Hoffnung: Vielleicht wehren die sich irgendwann doch.

Der CDU-Politiker setzt auf neuen Mut in Deutschland und Europa. Selbst die Maga-Leute könne man für gemeinsame Projekte gewinnen. Allerdings gebe es dafür eine Voraussetzung: „Als Schwächlinge werden wir nichts erreichen.“ Umso wichtiger sei es, jetzt selbstbewusst eigene Stärke und neues Selbstbewusstsein zu entwickeln. Die beschlossene Aufrüstung in Deutschland sei so ein Zeichen. Ähnliches müsse die EU für die Wettbewerbsfähigkeit erreichen. Wirtschaftliche Macht habe nicht nur der, der etwas anbiete. Marktmacht gehe auch von den Konsumenten aus. Da könne (und müsse) die EU selbstbewusster auftreten. „Europa braucht einen Willen zur Macht – als psychologische Ausstattung für die Selbstbehauptung.“ Stefan Braun

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Letzte Aktualisierung: 26. Januar 2026