Berlinale: Weimer erwartet wachsende Investitionen in Filmbranche

11. Februar 2026
Wolfram Weimer im Kanzleramt (picture alliance / Geisler-Fotopress | Bernd Elmenthaler/Geisler-Fotopr)

Berlinale: Weimer erwartet wachsende Investitionen in Filmbranche. Zu Beginn der Berliner Filmfestspiele zeigt sich Wolfram Weimer, der Beauftragte für Kultur und Medien, zuversichtlich, dass es nach schweren Zeiten wieder vorangeht mit dem deutschen Film. Die staatliche Filmförderung verdopple sich, hinzu komme die Investitionsverpflichtung der privaten Streamingplattformen. Diese Kombination nennt Weimar eine „liberale Form der Marktkonfiguration“. „Wir sind ziemlich sicher, dass die Zusagen jetzt dazu führen werden, dass wir deutlich größere Investitionen sehen. Schon die Tatsache, dass wir die staatliche Filmförderung erhöht haben, führt dazu, dass wir im Moment 30 Prozent mehr Förderanträge haben.“

Weimer sieht die Aufgabe einer bürgerlichen Kulturpolitik der Mitte darin, „die Identitätsfrage weiträumiger zu beantworten“. „Wenn wir geschichtspolitisch denken: Woran orientieren wir uns, wer sind wir, wo kommen wir her, was sind die Leitlinien? Dann haben wir natürlich ein gewisses Sinnvakuum.“ Die Antworten der linken Woke-Bewegung hätten sich nicht als tragend erwiesen, und die neuen Rechten hätten nur den Nationalismus hochziehen wollen. In die Beantwortung dieser programmatischen Frage könne bürgerliche Kulturpolitik allerdings nicht eingreifen, stellt Weimer klar. Weimer spricht sich zudem gegen staatliche Subventionen für private Medien aus. „Ich bin der festen Überzeugung, Medien müssen frei sein. Wenn der Staat anfängt, zu sehr in die Medien hineinzufingern, egal wie gut die Absicht ist, dann läuft was falsch.“ Was der Staatsminister über sein Verhältnis zu Markus Söder sagt, und wie er auf seinen Umgang mit seinem eigenen Medienunternehmen blickt, hören Sie morgen ab 5 Uhr hier. Helene Bubrowski

Table.Today mit Wolfram Weimer. "Was ist konservative Kulturpolitik, Herr Weimer?"

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Letzte Aktualisierung: 11. Februar 2026