Barrierefreiheit und Wirtschaft: Behindertenbeauftragter beklagt „falsches Narrativ“

19. Mai 2026

Barrierefreiheit und Wirtschaft: Behindertenbeauftragter beklagt „falsches Narrativ“. In der Debatte über das geplante Behindertengleichstellungsgesetz habe sich das Narrativ durchgesetzt, Barrierefreiheit sei schädlich für die Wirtschaft, sagte Jürgen Dusel Table.Briefings. Aus Sicht des Behindertenbeauftragten der Regierung ist das Gegenteil der Fall. Er verweist auf die rund 13 Millionen Menschen in Deutschland, die eine Beeinträchtigung haben. Die Kaufkraft all dieser Personen – und häufig auch ihrer Familien und Freunde – würde Unternehmen verloren gehen, wenn sie keine Barrieren abbauen. Deshalb müsste Barrierefreiheit „im ureigensten Interesse der Wirtschaft sein“, so Dusel.

Bärbel Bas beklagt, zu viele Unternehmen würden die Ausgleichsabgabe zahlen, statt einen Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Bei einer Konferenz der SPD-Fraktion zum Thema Inklusion sagte sie am Montag, man könne nicht auf der einen Seite den Fachkräftemangel beklagen und auf der anderen Seite das „Potenzial Hunderttausender gut qualifizierter Menschen“ liegen lassen, sagte die Arbeitsministerin. Ab einer bestimmten Größe müssen Firmen Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen, können stattdessen aber eine Abgabe zahlen. Okan Bellikli

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Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2026