Antrittsbesuch in Polen: Klingbeil wirbt für neues europäisches Gesprächsformat

LB
02. Februar 2026
Lars Klingbeil und Andrzej Domański (picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)

Antrittsbesuch in Polen: Klingbeil wirbt für neues europäisches Gesprächsformat. Finanzminister Lars Klingbeil will das neu gegründete europäische Gesprächsformat E6 weiter vorantreiben. Bei seinem Antrittsbesuch in Warschau war die Runde, bei der Polen ebenfalls dabei ist, Teil der Gespräche. Der Austausch zwischen den sechs wirtschaftsstärksten Nationen Europas – Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien und den Niederlanden – soll nun regelmäßig stattfinden. Das seien die „entscheidenden Länder in der EU“, sagte der Finanzminister bei einer Pressekonferenz mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Domański. Und weiter: „Jetzt ist die Zeit Europas.“

Momentan liefen die Vorbereitungen für das erste Präsenztreffen am Rande der Eurogruppe in Brüssel am 16. Februar, erfuhr Table.Briefings aus Kreisen des Finanzministeriums. Bei einem gemeinsamen Mittagessen will das E6-Format Themen weiter vertiefen und sich auf eine Agenda einigen. Allerdings sei das E6 keine neue Institution. Die Treffen sollen eher in einem informellen Rahmen stattfinden.

Auch die Bundespolitik war am Rande des Besuchs Thema in Polen. Der Vizekanzler mahnt, 2026 müsse es zu „Reformentscheidungen kommen“. Über manch einen Vorstoß des CDU-nahen Wirtschaftsrats müsse er den Kopf schütteln. „Ich glaube nicht, dass wir in unserem Land wollen, dass man vom Zustand der Zähne ablesen kann, wie der Geldbeutel ausgestattet ist.“ Laura Block

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Letzte Aktualisierung: 02. Februar 2026