Antrittsbesuch im Baltikum: Klöckner lenkt Aufmerksamkeit auf die Sicherheitslage an der Nato-Ostflanke

08. April 2026

Antrittsbesuch im Baltikum: Klöckner lenkt Aufmerksamkeit auf die Sicherheitslage an der Nato-Ostflanke. Julia Klöckner will ein sicherheitspolitisches Signal setzen: „Das Baltikum ist kein Rand Europas, sondern eines seiner strategischen und sicherheitspolitischen Zentren“, sagte die Bundestagspräsidentin vor Ankunft in der estnischen Hauptstadt Tallinn. Dort führt sie Gespräche mit Ministerpräsidenten Kristen Michal und ihrem Amtskollegen Lauri Hussar. Die baltischen Staaten seien „Eckpfeiler der europäischen Sicherheitsarchitektur“, betonte sie. Kaum eine Region in der EU sei so massiv von der hybriden Kriegsführung Russlands betroffen. „Diese baltischen Erfahrungen verdeutlichen den Handlungsbedarf.“

In Estland, wo bereits seit 2005 elektronisch gewählt werden kann, will sich Klöckner auch über die Digitalisierung der Verwaltung informieren. Der litauische Parlamentspräsident Hussar sagte Table.Briefings im Anschluss an das Gespräch, dass es vor allem auch darum gegangen sei, wie man gemeinsam „ganz Europa stärken könne“ – nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich und im Bereich Digitalisierung. Klöckner ist bis Freitag in Estland und Litauen für ihren Antrittsbesuch in den baltischen Staaten. Am Donnerstag reist sie nach Litauen, wo sie die deutsche Brigade besuchen wird. Im März war sie bereits mit einer ähnlichen sicherheitspolitischen Botschaft in die Ukraine gereist: Trotz der Eskalation im Nahen Osten, vergessen wir Euch nicht. Wilhelmine Stenglin

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Letzte Aktualisierung: 08. April 2026