Altersvorsorge: Reformen sollen privates Kapital mobilisieren

07. Mai 2026

Altersvorsorge: Reformen sollen privates Kapital mobilisieren. Die Regierung will mit ihren Rentenreformen auch zusätzliches Risikokapital mobilisieren. Laut BMF ist die Reform der privaten Altersvorsorge, über die der Bundesrat am Freitag entscheidet, zusammen mit der Frühstart-Rente ein erster Schritt in diese Richtung. In seiner Bertelsmann-Rede hatte Lars Klingbeil gesagt, auf deutschen Sparkonten würden mehr als 3,6 Billionen Euro liegen. Es frustriere ihn, wenn oft auch mit Steuergeldern geförderte Unternehmen auf der Suche nach Wachstumskapital in die USA abwanderten. Klingbeil plädierte in dem Zusammenhang für die Einführung einer kapitalgedeckten Pflicht-Betriebsrente.

Auch der Innovationsbeirat des BMF sieht in der Altersvorsorge einen Hebel für mehr Investitionen. Ähnlich äußerten sich der Bundesrat sowie eine deutsch-französische Taskforce, die auf deutscher Seite von Jörg Kukies geleitet wurde: Reformen hin zu stärker kapitalgedeckten Systemen würden bessere Finanzierungsbedingungen für Startups bringen. Das BMAS verweist auf das bereits in Kraft getretene Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz, das ebenfalls diesem Ziel diene. Neben den Taskforce-Ideen würden zudem die Vorschläge der Rentenkommission und Empfehlungen des Sachverständigenrats Wirtschaft in weitere Überlegungen einfließen. Okan Bellikli

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Letzte Aktualisierung: 07. Mai 2026