AfD Berlin: Wahlkampagne in moderatem Sound

14. April 2026

AfD Berlin: Wahlkampagne in moderatem Sound. „Berlin stark machen“ werde der zentrale Slogan für die Berlin-Wahl im September, kündigte Landeschefin Kristin Brinker am Dienstag an. Berlin gilt in AfD-Spitzenkreisen als die schwierigste Wahl 2026. Man müsse gleichzeitig Bezirke wie Lichtenberg und Charlottenburg bespielen, was einer Kombination aus Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt entspreche. Auf ostdeutsche Identitätspolitik wolle man nicht setzen, heißt es. Brinker stammt selbst aus Sachsen-Anhalt. Das Wahlprogramm aber werde „natürlich in einer anderen Tonlage gehalten sein“ als das der Kollegen dort, bekräftigte ein Landesvorstand. Ein Schwerpunkt soll auf Wohnen liegen, außerdem auf Bildung, Verkehr und innerer Sicherheit.

Das Grundrecht auf Asyl will die AfD in Berlin, anders als in Magdeburg, nicht streichen. „Das Recht auf Asyl hat im Landeswahlprogramm nichts zu suchen“, sagte der Berliner AfD-MdB Ronald Gläser Table.Briefings. „Aus formalen Gründen und außerdem ist es ein Grundrecht.“ Anders als in Sachsen-Anhalt, wo die AfD ihr Programm am Samstag beschlossen hat, will Landeschefin Brinker nicht pauschal „Kulturfremde“ loswerden, sondern „Illegale“. Die unter Rechtsextremen standardisierte Forderung nach „Remigration“ soll gleichwohl auch bei den Berlinern enthalten sein. Franziska Klemenz

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Letzte Aktualisierung: 14. April 2026