Kampf gegen Rassismus: Warum der Polizeibeauftragte hier einen Schwerpunkt setzt

14. Januar 2026

Kampf gegen Rassismus: Warum der Polizeibeauftragte hier einen Schwerpunkt setzt. Im ersten Halbjahr will der Polizeibeauftragte der Bundesregierung, Uli Grötsch, die Polizei besser mit Schwarzen Communitys vernetzen, um Vertrauen aufzubauen. Deutschlandweit trifft er sich derzeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen. Fast alle People of Color (POC) berichteten von Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus, sagt Grötsch. „Ich glaube, dass es viel mehr Menschen sind, als unsere Statistiken abbilden.“

Das Misstrauen gegenüber der Polizei sei groß. Menschen würden rassistische Vorfälle und Übergriffe häufig nicht melden. Er höre häufig aus den Communitys: „Wir wollen nichts mit der Polizei zu tun haben.“ Das liege an Diskriminierungserfahrungen mit den Beamten. Grötsch will die Polizistinnen und Polizisten nun stärker für das Problem diskriminierender Sprache sensibilisieren. „Polizistinnen und Polizisten müssen gewisse Begriffe erkennen, ähnlich wie bei der NS-Rhetorik“, so Grötsch. Auch die Ausbildung an der Bundespolizeiakademie in Lübeck könne eine Stellschraube sein. Es sei wichtig, angehende Bundespolizeibeamte zu schulen, sagte Grötsch: „Es fängt schon damit an, dass wir nicht nur Lehrende mit weißer Haut haben sollten, wenn wir für diese Themen sensibilisieren wollen.“ Franziska Klemenz

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Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2026