Berlin.Table Must Reads

Must Reads 9. Februar

09. Februar 2026

Tagesschau: Netzwerk verbreitet russische Propaganda über Merz. So soll der Kanzler etwa gesagt haben, dass Deutschland 1,4 Milliarden Euro in ein Fußballstadion in Brasilien investiere. Hinter der Falschinformation steht die russische Desinformationskampagne Storm-1516 – ein Komplex aus Influencern, russischen Thinktanks und Stiftungen. Correctiv konnte Anfang 2025 aufzeigen, dass das Netzwerk auch für Fakes im Bundestagswahlkampf verantwortlich war. („Wie Storm-1516 Deutschland ins Visier nimmt“)

Handelsblatt: Staat könnte Kassenbeiträge von Bürgergeld-Empfängern übernehmen. Diesen Vorschlag macht Gesundheitsministerin Nina Warken. Sie unterstützt damit Carsten Linnemanns Vorschlag, versicherungsfremde Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung zu streichen. Von den Vorschlägen der SPD, künftig auch Mieten und Kapitalerträge in die Finanzierung der GKV einzubeziehen, distanzierte sich die Ministerin jedoch. („Warken will Versicherte nicht für Bürgergeldempfänger zahlen lassen“)

Zeit: Rechtsexpertin hält Erfolg von BSW-Klage für unwahrscheinlich. Sophie Schönberger von der TU Berlin ist von den juristischen Argumenten der Wahlprüfungsbeschwerden des BSW in Karlsruhe bislang nicht überzeugt. Zwar seien Auszählungsfehler aufgetreten. Diese seien jedoch kein Beweis für weitere Unregelmäßigkeiten bei der Wahl, sondern ein Indiz für das Funktionieren des Systems. („‚Ich halte eine bundesweite Neuauszählung für extrem unwahrscheinlich‘“)

FAZ: In EU-Institutionen arbeiten zu wenige Deutsche. Nach Angaben der Bundesregierung liegt der Wert im höheren Dienst der EU bei 9,1 Prozent, der interne Richtwert beträgt 14,3 Prozent. Die Differenz ist bei keinem anderen Land so groß. Experten sehen die Ursache darin, dass es in Deutschland kein mit dem Concours général vergleichbares Auswahlverfahren gebe. („Der EU fehlen deutsche Beamte“)

Nicht überlesen

NYT: Faröer im Schatten der Grönland-Krise. Die Drohungen von Donald Trump haben Auswirkungen auf die ebenfalls zu Dänemark gehörenden Inseln. Das nördlich von Schottland liegende Territorium will schon länger unabhängig werden und eigene Handelsabkommen mit anderen Ländern schließen. Die aktuelle Lage erschwere das aber, schreibt ein Autorenteam – zudem würden China und Russland in der Gegend „herumschnüffeln“. („Trump’s Greenland Threats Spill Into Another Danish Territory“)

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Letzte Aktualisierung: 09. Februar 2026