Berlin.Table Must Reads

6. Januar 2026 Must-Reads

06. Januar 2026

Wirtschaftswoche: Ex-Botschafter zu Venezuela. „Mit Worthülsen und Ratschlägen an die Venezolaner sollten wir uns zurückhalten“, sagt Walter Lindner, 2012 bis 2014 deutscher Botschafter in Caracas. Die Europäer hätten in den vergangenen zehn Jahren kaum etwas getan, um „dieses Maduro-Regime in die Schranken zu weisen“. Sein Sturz sei daher zu begrüßen, auch wenn die juristische Bewertung des US-Vorgehens tatsächlich „komplex“ sei. („‚In Venezuela haben nun alle gesehen, wo der Hammer hängt. In Washington.‘“)

Handelsblatt: Kampf gegen Desinformation kostet Konzerne Milliarden. Laut dem jährlichen Risikobericht des Weltwirtschaftsforums geht von Desinformation die größte Gefahr für die Auslösung einer globalen Krise aus. Einem Analysten zufolge werden Unternehmen bis 2028 bis zu 30 Milliarden Dollar für den Kampf dagegen ausgeben. Koordinierte Kampagnen ließen sich einkaufen, um den Ruf der Konkurrenz zu schädigen, so der Experte.

(„Desinformation als Geschäftsrisiko“)

Tagesschau: Drohnensichtungen über Arrow 3-Standort. Über dem im Dezember eingeweihten Stützpunkt des Raketenabwehrsystems der Bundeswehr gab es laut WDR und NDR einen „gravierenden Sicherheitsvorfall“. Ein Abschussversuch sei offenbar fehlgeschlagen. Einem internen Bericht zufolge gab es schon zweimal einen Überflug von Drohnen. („Drohnenvorfälle über Standort der Raketenabwehr“)

FAZ: Mehr Asyl-Folgeanträge nach EuGH-Urteil. Zwischen Januar und November 2025 gab es gut 51.000 Anträge und damit gut 141 Prozent mehr als im gesamten Vorjahr. Mehr als 37.000 stammen von Menschen aus Afghanistan. Das Bamf vermutet als Ursache ein Urteil von 2024, wonach Frauen durch die Taliban-Herrschaft per se als verfolgt anzusehen seien. („So viele Asyl-Folgeanträge wie nie zuvor“)

Nicht überlesen!

Tagesspiegel: Vorwürfe gegen Gelbhaar. Ein Chatverlauf offenbare Grenzüberschreitungen des Grünen-Politikers Stefan Gelbhaar, schreibt Alexander Fröhlich. Das zeige, dass nicht alle in der Vergangenheit gegen ihn erhobenen Anschuldigungen falsch gewesen seien. Es geht um die Unterhaltung mit einer 20 Jahre jüngeren Frau. Gelbhaar bestreitet alle Vorwürfe. („‚Ich kiek mir deine Bilder zu gern an.‘“)

Briefings wie Berlin.Table per E-Mail erhalten

Keine Bankdaten. Keine automatische Verlängerung.

Sie haben bereits das Table.Briefing Abonnement?

Anmelden

Letzte Aktualisierung: 06. Januar 2026