23. März 2026 Must-Reads

23. März 2026

SZ: Ude rechnet mit der SPD ab. Die SPD habe sich „fraglos zu ihrem Nachteil verändert“, sagt Christian Ude, der 21 Jahre lang OB von München war. Er sieht einen „Verlust jedweden Kontakts und Verständnisses für die eigene Wählerschaft“. Es sei eine „sozialdemokratische Neigung“, mit der eigenen Arbeit unzufrieden zu sein, statt sie selbstbewusst unter die Leute zu bringen. („‚Die SPD, auch in München, ist eine politisch entleerte Partei geworden‘“)

Tagesschau: bpb gegen BMI. In einem Brief spricht die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) von „erheblichen rechtlichen Bedenken“ und einem möglichen „Verstoß gegen das Willkürverbot“. Es könne der „Ruf der bpb und des BMI als verlässliche, seriöse und insbesondere parteipolitisch neutrale Institution […] massiv geschädigt werden“. Hintergrund ist die Entscheidung, Gelder für ein Projekt zu stoppen, nachdem die Gründerin Friedrich Merz kritisiert hatte. Die „Radikalen Töchter“ hatten Merz Rassismus und „eine Nazi-Rhetorik, die an Goebbels erinnert“, vorgeworfen. Das BMI wollte sich zu den Gründen des entsprechenden Erlasses nicht äußern. („Fördergelder für Anti-Extremismusprojekt gestoppt“)

Welt: CSU verliert an Einfluss. Die Partei musste bei der Kommunalwahl viele ehemalige Hochburgen aus der Hand geben. Das gilt vor allem für das oberbayerische Kernland, wo die CSU traditionell teils seit Jahrzehnten regierte – etwa in Rosenheim. Christoph Lemmer sieht darin einen „Denkzettel“ vieler Stammwähler. Die Geduld vieler Menschen sei angesichts von Problemen bei der Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung und Integration am Ende. Dadurch werde es auch für Markus Söder ungemütlich. („Mit dieser Denkzettel-Wahl erodiert Söders Machtbasis“)

Zeit: Ärzte und Kliniken sollten KI deutlicher stärker einbeziehen. Krankenhäuser sollten gezielt Partnerschaften mit KI-Anbietern eingehen, meint die Gesundheitsökonomin Ariel Dora Stern. Das könne helfen, Krankheiten früher zu diagnostizieren. Die USA seien Deutschland weit voraus: 2019 hätten bereits über 90 Prozent der Kliniken ein elektronisches Aktensystem erstellt. Hierzulande scheitere man dagegen immer wieder am Datenschutz. („In Deutschland profitieren wir noch nicht genug von Algorithmen“)

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Letzte Aktualisierung: 23. März 2026