Berlin.Table Must Reads

20. Januar 2026 Must-Reads

20. Januar 2026

Politico: Deutsch-französische Spannungen gefährden Front gegen Trump. Diverse Meinungsverschiedenheiten würden die Beziehungen und damit auch die aktuell nötige europäische Einheit gefährden. „Das Land steht kurz davor, unregierbar zu werden“, wird ein deutscher Regierungsvertreter zitiert. Die Aussage zielt demnach auf die mutmaßliche Unfähigkeit von Emmanuel Macron, sich gegen den inländischen Widerstand gegen das Mercosur-Abkommen durchzusetzen. („Franco-German tensions jeopardize EU’s drive for common front against Trump“)

SZ: Wie ein Kompromiss bei der Erbschaftssteuer aussehen könnte. Das DIW will mit einem Konzept die unterschiedlichen Interessen vereinen. Steuerexperte Stefan Bach würde „die überzogenen Privilegien bei den Superreichen“ abschaffen. Mit den Mehreinnahmen könnte man Erben kleinerer Vermögen entlasten. Wen die Reform wie treffen würde, zeigen Infografiken im Text. („Hier entlasten, da belasten“)

Handelsblatt: Sorge vor wachsender Gas-Abhängigkeit von den USA. Der Anteil der USA an den Gas-Importen in die EU ist von unter 5 Prozent im Jahr 2020 auf 16,7 Prozent im Jahr 2024 gestiegen. Bei den LNG-Importen lag er im ersten Halbjahr 2025 sogar bei 56 Prozent, zeigen mehrere Studien. Nach Ansicht von Experten wird die EU damit zunehmend durch die USA erpressbar. Das Wirtschaftsministerium argumentiert dagegen, dass bei LNG sehr viel einfacher alternative Lieferanten gefunden werden können, als das beim russischen Pipelingas der Fall war. („Wie Trump Europa erpressen könnte“)

FAZ: Koalitionskontroverse wegen Umweltskandal. Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) hat am Dienstag in einer von der CDU beantragten Sondersitzung des zuständigen Ausschusses ausgesagt. Hintergrund: Ein Chemiehersteller emittierte jahrelang eine große Menge eines klimaschädlichen Gases, ohne dass Behörden eingriffen. Walker sagte, man hätte schneller sein müssen. Wie der Spiegel berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft „gegen Unbekannt“. („Umweltministerin räumt Versäumnisse ein“)

Nicht überlesen!

Ärztezeitung: Was man in der Krankenstand-Debatte beachten muss. Friedrich Merz hat mit Verweis auf viele Fehltage gefordert, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. Ein Vergleich aber nicht einfach so möglich, schreibt Florian Staeck. Wegen verschiedener Vorgaben zur Aufzeichnung gehe das Fachinstitut IGES für die meisten anderen europäischen Staaten von einer systematischen Untererfassung des Krankenstands aus. Bei einer Statistik zur durch Krankheit verlorenen Arbeitszeit pro Woche sei Deutschland im oberen Mittelfeld. („Krankenstand: Deutschland, der AU-Champion?“)

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Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2026