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17. Februar 2026 Must-Reads

17. Februar 2026

Handelsblatt: Autobahn als Cybergefahr. Die Autobahn GmbH ist aus Sicht des Bundesrechnungshofs nicht auf hybride Angriffe vorbereitet. Dem Bericht zufolge gibt es nicht mal eine unternehmensweit einheitliche IT für den Betrieb der Fernstraßen. Ein Cyberangriff könnte den Verkehr zum Erliegen bringen und dadurch Lieferketten stören, so Daniel Delhaes. („Deutschlands Autobahnen – ungeschützt im Cyberkrieg“)

FAZ: Landesmedienanstalten-Chef offen für Social-Media-Verbot für Kinder. Wenn sich Plattformen weiterhin ihrer Verantwortung entziehen, dürften Verbote kein Tabu sein. Das sagt Thorsten Schmiege, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Anstalten. Er setze zuerst aber darauf, dass sich die Anbieter freiwillig bewegen. Zwischen dem Einfluss von Algorithmen und verbindlichen Verantwortlichkeiten klaffe zudem eine immer größere Lücke. Hier brauche es mehr Regulierung. („‚Plattformen müssen in die Verantwortung‘“)


SZ: Debatte um Personalien mit SPD-Bezug. Lars Klingbeil sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, er setze Parteifreundinnen auf lukrative Posten: Klara Geywitz als Vizepräsidentin des Bundesrechnungshofs, Jessika Wischmeier als Präsidentin der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation und Dorothee Martin als Vorstandsmitglied bei der Bima. Das BMF weist den Vorwurf zurück. Es betont, die Genannten würde die nötigen Erfahrungen mitbringen und alle rechtlichen Vorgaben seien eingehalten worden. („Drei pikante Personalien“)

Taz: Patrick Graichen für Gas-Kooperation mit Ukraine. Der ehemalige Staatssekretär plädiert für eine staatliche Gasreserve, die bei Engpässen oder Preisschocks 90 Tage reichen soll. Dafür seien in Deutschland aber nicht genügend Speicherkapazitäten vorhanden. Graichen, der Mitglied im Aufsichtsrat des ukrainischen Stromnetzbetreibers Ukrenergo ist, schlägt deshalb vor, Lagerstätten in der Ukraine zu nutzen, schreibt Anja Krüger. („Nicht genug Kapazitäten in Deutschland“)

Tagesspiegel: Viele Rechtsextremismus-Verdachtsfälle bei Jugendlichen. 2025 wurden 3.543 Fälle rechter Kriminalität unter 14- bis 17-Jährigen registriert. 2024 lag die Zahl der Tatverdächtigen in der Altersgruppe bei 3.854, 2023 bei 1.785. Die Zahlen korrespondieren mit der Gründung rechtsextremer Jugendgruppen, die überall im Land entstanden seien und sich teilweise etabliert hätten, schreibt Julius Geiler. („Jung, männlich, rechts: Tausende deutsche Teenager unter Rechtsextremismus-Verdacht“)

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Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2026