Berlin.Table Must Reads

14. Januar 2026 Must-Reads

14. Januar 2026

Zeit: Kriege lassen sich nicht vermeiden. Das hänge mit der Natur des Menschen, den Ordnungsstrukturen der Welt, aber auch dem Fehlen eines globalen „Friedens-Hüters“ zusammen, sagt Herfried Münkler. Die Zuversicht, dass sich Kriege durch gegenseitige nukleare Bedrohung nicht mehr lohnten, wirke nicht mehr. Münkler plädiert deshalb für europäische Atomwaffen, bei denen glaubwürdig sei, dass sie im Zweifel auch eingesetzt würden. („Muss es Kriege geben, Herfried Münkler?“)

FAZ: Warken sieht Primärversorgung als Systemwechsel. Zum Facharzt zu gehen, sei dann nicht mehr so einfach möglich, wie vorher, sagt die Gesundheitsministerin. Es werde eine gezielte Steuerung der Patienten über die Hausärzte stattfinden. Insgesamt gelte für das Gesundheitssystem, dass mehr Geld nicht die Lösung sei. Man müsse stattdessen effizienter werden, nicht nur was die Kliniken betreffe, sondern auch bei den Praxen und in anderen Versorgungsbereichen. („Nicht jeder wird mehr direkt zum Facharzt gehen können“)

Handelsblatt: Chinesische Exportwelle bringt Europas Märkte in Bedrängnis. Verglichen mit dem Vorjahr sind die Ausfuhren des Landes um 5,5 Prozent gestiegen, während die Importe stagnieren. Für Deutschland sei das besonders kritisch, sagt Sander Tordoir vom Council on Foreign Relations. Die Bundesrepublik, deren wirtschaftliches System anders funktioniere, könne nicht mit einem System mithalten, das staatlich unterstützt und „preislich konkurrenzlos“ sei. (“Der China-Schock trifft Deutschland mit voller Wucht“)

Tagesspiegel: Bund kann Versprechen zu Bahnprojekten wohl nicht halten. Das geht aus Antworten des Verkehrsministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor. Bis 2029 fehlten zwei Milliarden Euro. Lücken in der Finanzierung gebe es demnach beim Ausbau der „Mitte-Deutschland-Verbindung“ Weimar-Gera-Gößnitz, bei der „Wallauer-Spange“ von Wiesbaden zum Frankfurter Flughafen, beim Ausbau des Mannheimer Bahnknotens und zwei Projekten in Bayern. (“Trotz des Sondervermögens: Diese fünf geplanten Bahnprojekte werden vorerst nicht gebaut“)

Spiegel: Wegners Kampf um Deutungshoheit und seinen Ruf. Dass er als Regierender Bürgermeister Tennis spielte, als in der Stadt der Strom großflächig ausfiel, will Kai Wegner nicht als Fehler bezeichnen. Den Menschen hätte es nicht geholfen, wenn er zu ihnen in die Blackout-Zone gekommen wäre, so der CDU-Politiker. Wegner steht vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus im September unter massivem Druck. Davon, dass er seine Wiederwahl womöglich verspielt hat, will er nichts wissen. (“Ich weiß nicht, ob es einen Unterschied gemacht hätte, wenn ich eine Stunde joggen gewesen wäre”)

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Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2026