Berlin.Table Must Reads

13. Januar 2026 Must-Reads

13. Januar 2026

SZ: Marsalek-Verbindung zu BND? Chats legen den Verdacht nahe, dass Jan Marsalek auch zum deutschen Geheimdienst Kontakt hatte. Der BND bestreitet das. Die Chats stammen aus britischen Ermittlungen gegen Leute, „die im Auftrag des FSB und unter der Führung von Marsalek Journalisten und Putin-Kritiker ausspähten sowie Kasernen observierten und Desinformationskampagnen etwa in Berlin und Wien organisierten“, schreibt Jörg Schmitt. („‚Leugnen, leugnen, leugnen‘“)

Handelsblatt: Steueroasen in Deutschland. Der niedrigste Hebesatz in den knapp 11.000 Kommunen betrug 2025 200 Prozent, der höchste 700 Prozent. Viele der „Gewerbesteuer-Paradiese“ seien kleine Orte auf dem flachen Land oder Kommunen im erweiterten Speckgürtel von Großstädten, schreibt Ben Mendelson. Dass gerade hier die Einnahmen pro Kopf so viel höher ausfallen, „dürfte anderswo auf Missfallen in den Rathäusern stoßen“. („Deutschlands Gewerbesteuer-Paradiese“

Tagesschau: Geheimdienst-Satellit lässt auf sich warten. Ursprünglich sollte der erste BND-Satellit 2022 ins All gebracht werden, nach zweimaligem Verschieben soll es 2026 nun so weit sein. Es sei vor allem ein Wunsch des Kanzleramtes gewesen, schreiben Manuel Bewarder und Florian Flade. Als man 2014 verfolgen wollte, ob sich russische Truppen heimlich in der Ostukraine bewegten, soll ein privater Anbieter mehrere Tage lang keine Bilder geliefert haben. („BND tappt im Weltall weiter im Dunkeln“)

Nicht überlesen!

NYT: Wie schwer es VW in den USA hat. Kaum ein Konzern sei von den politischen Umbrüchen in Washington und den Turbulenzen in der globalen Automobilindustrie so hart getroffen worden, schreibt Jack Ewing. Als Folge von Handelsstreitigkeiten und der Abschaffung von US-Förderprogrammen für Elektrofahrzeuge seien die Verkäufe im letzten Quartal 2025 um 20 Prozent gesunken. VW falle es schwer, gleichzeitig die Bedürfnisse von US-Verbrauchern zu befriedigen und sich gegen die Konkurrenz chinesischer Hersteller in Europa und Asien zu stemmen. („Volkswagen Suffers More Than Rivals From Auto Industry Woes“)

Chatham House: Wie Europa sich gegen die USA wehren kann. Macht das Land mit seinen Drohungen weiter, hätten europäische Staaten mehrere Optionen, schreibt Marion Messmer vom International Security Programme des Thinktanks Chatham House. Sie könnten etwa das Auftanken von US-Schiffen ablehnen, mehr Geld für die Stationierung von Truppen verlangen oder Militärbasen ganz schließen. („US intentions towards Greenland threaten NATO’s future. But European countries are not helpless“)

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Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2026