Berlin.Table Must Reads

08. März 2026 Must-Reads

08. März 2026

SZ: Die größte Baustelle des Kretschmann-Nachfolgers. Die politisch bedeutendste Herausforderung sei nicht die Zukunft der Autoindustrie, schreibt Roland Muschel – sondern die Bildung. Die ideologischen Gegensätze zwischen Grünen und CDU seien bisher zu groß gewesen. Sie aufzubrechen, werde eine der wichtigsten Aufgaben der neuen Regierung. Bei Vergleichsstudien ist das Land nur noch Durchschnitt, bei der Bildungsungleichheit hingegen vorne. („Kretschmanns Erbe“)

Spiegel: Felbermayr gegen Tankrabatt. Aus Sicht des Ökonomen Gabriel Felbermayr sollten angesichts der unklaren Lage im Iran keine panikartigen Maßnahmen getroffen werden. Stattdessen brauche es Vorbereitung für die Zeit nach dem Krieg. Dann könne dort „ein hohes Potenzial” gehoben werden. Für die Energiepolitik Deutschlands bedeute die aktuelle Situation, dass mehr Energie aus unterschiedlichen Quellen bezogen werden sollte. („Ich habe keine Zeit für Gruppentherapie“)

Tagesschau: Warum die meisten Abschiebungen scheitern. Rund 60 Prozent der Versuche schlugen 2025 fehl – meist, weil die Person nicht anzutreffen war. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) schlägt daher vor, nicht auffindbare Menschen per Handyortung zu suchen. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) fordert zudem eine Ausweitung der Abschiebehaft („Großteil aller Abschiebeversuche gescheitert“)

Handelsblatt: Streit um Wissenschaftspolitik zwischen CDU und CSU. Bayern ist mit seinen Plänen zu einem ersten Fusionskraftwerk im Freistaat vorgeprescht. Für das Projekt fordert die CSU 1,2 Milliarden vom Bund aus der Hightech-Agenda. Andere Bundesländer fühlen sich davon vor den Kopf gestoßen. Auch bei anderen wissenschaftspolitischen Vorhaben gebe es ein bayerisches Monopol. Das Misstrauen bei den Ministern der B-Länder sei inzwischen so groß, dass sich viele offenbar lieber mit den Kollegen der SPD abstimmen. („Bayern hat sich die Wissenschaftspolitik zur Beute gemacht“)

Nicht überlesen!

Correctiv: Schwarz-grüne Einigkeit in Autofragen. Auf Landesebene hätten beide Parteien das Aus vom Verbrenner-Aus vorangetrieben, schreibt ein Autorinnenteam. Auf Bundesebene sei die Strategie von Winfried Kretschmann aber umstritten, da seine Partei in Berlin und Brüssel für eine Verkehrswende eintrete. Indes würden sowohl Cem Özdemir als auch Manuel Hagel die Wünsche der Industrie übernehmen – „unter dem Deckmantel der Jobsicherheit (...) – zulasten von zukunftssicheren Investitionen“. („Grün-Schwarz und die Autolobby“)

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Letzte Aktualisierung: 08. März 2026