27. Januar 2026 Heads

27. Januar 2026

Verena Schäffer, langjährige Ko-Chefin der grünen Landtagsfraktion in Düsseldorf, ist neue Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Ministerpräsident Hendrik Wüst ernannte die 39-Jährige am Dienstag. Sie folgt im schwarz-grünen Kabinett auf Josefine Paul, die am gleichen Tag ihren Rücktritt erklärt hatte. Paul war vorgeworfen worden, nach der tödlichen Messerattacke des IS-Anhängers Issa Al H. in Solingen falsche Angaben gemacht zu haben. Schon früh hatte sie sich über die Verantwortlichkeiten ihres Hauses bei der gescheiterten Abschiebung H.s informieren lassen, hierzu aber offenbar falsche Angaben gemacht. „Mir ist heute bewusst, dass eine frühzeitige Kommunikation nach dem Anschlagswochenende besser gewesen wäre“, sagte Paul jetzt. Wüst und die grüne Vize-Ministerpräsidentin Mona Neubaur schickten Paul freundliche Worte hinterher. Wüst sagte aber auch: „Mit dem Amtsverzicht stellt Josefine Paul nun ihre Person hinten an. Die berechtigten Fragen der Angehörigen, wie es zu dieser Tat kommen konnte und ob sie hätte verhindert werden können, rücken so wieder in den Mittelpunkt.“ (FAZ)

Christoph Heusgen, ehemaliger Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, erklärt im Gespräch mit Table.Briefings, weshalb er sich geweigert hatte, AfD-Politiker zur MSC einzuladen. Er verweist auf den Gründer des 1963 als Wehrkundetagung entstandenen Forums, Ewald-Heinrich von Kleist. Dieser hätte als Mitglied der Widerstandsgruppe des 20. Juli sicherlich nicht gewollt, „dass zu seiner Konferenz Vertreter einer Partei eingeladen werden, deren Exponent aus Thüringen, Björn Höcke, gerichtsfest Faschist genannt werden kann“. Heusgen leitete die MSC von 2022 bis 2025. Wie er sich zur AfD-Position seines Nachfolgers verhält, lesen Sie im Security.Table. Markus Bickel

Sandra Butsch, Lehrerin für Geschichte und Ethik am Walter-Eucken-Gymnasium in Freiburg, unternimmt viel, um Schülern den Holocaust nahezubringen. Butsch will ihnen ermöglichen, Zeitzeugen zu begegnen und das Erlebte kreativ zu verarbeiten – in Comic-Illustrationen, Podcasts oder Filmen. In dieser Woche erhält sie anlässlich des Holocaust-Gedenktages den Obermayer Award der US-amerikanischen Obermayer Foundation. Der Preis richtet sich an Menschen und Organisationen, die in Deutschland ein Bewusstsein für die jüdische Geschichte stärken und sich gegen Hass und Antisemitismus einsetzen. Mehr über ihr Engagement lesen Sie im Bildung.Table. Anna Parrisius

Volker Häring und Christian Y. Schmidt sind mit dem Rad 7.000 Kilometer entlang der Route des historischen Langen Marsches gefahren. Aus einer nächtlichen Schnapsidee wurde Der Lange Fahrrad-Marsch. Die beiden berichten Sie über die Spurensuche nach dem vergessenen deutschen Berufsrevolutionär Otto Braun. Mehr zu der Fahrt zwischen kommunistischem Mythos und Gesellschaftsbeobachtung lesen Sie im China.Table. Leonardo Pape

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Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2026