21. Mai 2026 Heads

Jennie Carignan, kanadische Generalstabschefin, will für den Vorsitz des Nato-Militärausschusses kandidieren. Das hat der kanadische Verteidigungsminister David McGuinty am Mittwoch angekündigt. Damit gibt es jetzt eine Gegenkandidatur zum deutschen Generalinspekteur Carsten Breuer. Der Chef des Military-Committee ist formal der höchste militärische Berater für Nato-Generalsekretär Mark Rutte und koordiniert die Positionen der 32 Generalstabschefs. An der Spitze steht in der Regel ein Europäer. Ein Kanadier war zuletzt 2001 bis 2005 in diesem Amt. Die Wahl findet im September statt. Warum die 58-jährige Kanadierin Chancen auf den Job haben könnte, lesen Sie im Security.Table. Wilhelmine Stengling

Jacob Schrot wechselt zur Boston Consulting Group (BCG). Rund fünf Monate, nachdem er den Posten als Leiter des Nationalen Sicherheitsrats und Büroleiter von Friedrich Merz abgeben musste, wird der 35-Jährige Teil der Praxisgruppe Öffentlicher Sektor in Zentraleuropa. Merz hatte Schrot im Januar nach nicht einmal einem Jahr im Amt als Büroleiter ausgetauscht. Teile der CDU hatten Schrot damals fehlendes Gespür für die Partei unterstellt. (Handelsblatt)

Tom Enders, KNDS-Verwaltungsratsvorsitzender, begrüßt den Einstieg des Bundes beim deutsch-französischen Panzerbauer. Zugleich schränkt er mit Blick auf den geplanten Börsengang des Unternehmens ein, dass eine Beteiligung von 80 Prozent staatlichen Aktionären „nur der Anfang sein“ könne: „Ziel muss sein, über Zeit die Staatsanteile deutlich abzuschmelzen.“ Berichten zufolge wird Deutschland zunächst 40 Prozent erwerben. Der Anteil solle möglichst innerhalb von zwei bis drei Jahren auf 30 Prozent sinken. Frankreich solle dann nach Möglichkeit seinen Anteil parallel reduzieren. KNDS ist Hersteller von Waffensystemen. Wie aus Enders‘ Sicht nationale Sicherheitsinteressen gewährleistet werden sollen, lesen Sie im Security.Table. Markus Bickel

Eva Welskop-Deffaa ist Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes (DCV) und erhält die Ehrendoktorwürde der Universität Paderborn. Die Theologische Fakultät würdigt damit ihr „herausragendes und auf christlicher Überzeugung basierendes sozialpolitisches Engagement für Gesellschaft und Kirche“. Bevor sie zum DCV kam, war Welskop-Deffaa unter anderem Mitglied im Verdi-Bundesvorstand und Ministerialdirektorin im Bundesfamilienministerium. (Universität Paderborn)

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Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2026