18. Mai 2026 Heads

18. Mai 2026

Wolfgang Schmidt wird Berater bei dem global agierenden britischen Beratungsunternehmen Macro Advisory Partners (MAP). Der 55 Jahre alte frühere Kanzleramtschef und langjährige Vertraute von SPD-Kanzler Olaf Scholz soll als Senior Advisor die Kunden vor allem in geo-, europa- und sicherheitspolitischen Fragen betreuen, erfuhr Table.Briefings aus Unternehmenskreisen. Schmidt trifft in dem Unternehmen auf einige alte Bekannte, so ist der frühere französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno le Maire sowie der ehemalige Wirtschaftsberater von US-Präsident Joe Biden, Brian Deese, ebenfalls bei MAP unter Vertrag. Das Kabinett hat Schmidts Wechsel in die Privatwirtschaft bereits in der vergangenen Woche zur Kenntnis genommen, eine weitere Karenzzeit wurde nicht verhängt. Aus Deutschland sind außerdem die frühere deutsche Botschafterin in den USA, Emily Haber, sowie Ex-Staatssekretärin Katrin Suder im Global Advisory Board von MAP. Michael Bröcker

Gloria Niiquaye, deutsch-ghanaische Unternehmerin, gründete vor drei Jahren das Start-up Comeso. Dieses bietet zweckgebundene Rücküberweisungen für Gesundheitsdienstleistungen an. Damit will das Unternehmen ein wichtiges Problem bei Rücküberweisungen aus der Diaspora nach Afrika lösen: Die Gewissheit, dass das Geld für den Zweck ausgegeben wird, für den es an die Verwandtschaft gesendet wird. Warum Rücküberweisungen ein großer Wirtschaftsfaktor für die afrikanischen Länder sind und welche Pläne Niiquaye für ihr Unternehmen hat, lesen Sie im Africa.Table. David Renke, Arne Schütte

Florence Gaub erhält den Helmut-Schmidt-Zukunftspreis 2026. Die Forschungsdirektorin am Nato Defense College in Rom wird für ihre Beiträge zu strategischer Vorausschau, Sicherheitspolitik und Europas Handlungsfähigkeit ausgezeichnet. Die Zeit und die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung verleihen den Preis am 17. Juni 2026 im Hamburger Thalia Theater. Seit 2022 würdigt der Preis Innovationen in Demokratie, Gesellschaft und Technologie. Die Jury lobt Gaub für ihren unideologischen Blick auf Europas Sicherheits- und Freiheitsfragen sowie ihr Plädoyer für Selbstwirksamkeit freier Gesellschaften. Chiara Rautenberg

Angela Merkel wird am Dienstag in den neu gegründeten Europäischen Verdienstorden aufgenommen. Die 71-Jährige ist eine von 20 Persönlichkeiten, die im Europäischen Parlament ausgezeichnet werden. Die ehemalige Kanzlerin will selbst kommen, wie auch zwölf andere Ausgezeichnete. Bezeichnenderweise wurde sie nicht von Bundeskanzler Friedrich Merz nominiert, sondern vom amtierenden Bundesratspräsidenten Andreas Bovenschulte (SPD). Welche Politiker, Kardinäle, Basketballspieler, und Rockmusiker noch ausgezeichnet werden, lesen Sie im Europe.Table. Markus Grabitz

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Letzte Aktualisierung: 18. Mai 2026