14. April 2026 Heads

14. April 2026

Isabel Cademartori, 38, Bundestagsabgeordnete aus Mannheim, bewirbt sich zusammen mit dem Ex-Kollegen Robin Mesarosch, 35, als Doppelspitze um den Landesvorsitz der SPD in Baden-Württemberg. Via Instagram warf das Duo am Dienstag den Hut in den Ring. Die Doppelkandidatur kommt überraschend, weil Mesarosch stets als Parteilinker aufgetreten ist („Ich komme aus der einen Ecke der Partei…“), während Cademartori dem Seeheimer Kreis angehört („...und ich aus der anderen Ecke“). Beide kamen 2021 als Neulinge ins Parlament, Mesarosch schied im vergangenen wegen eines schlechten Listenplatzes aus. Er hatte seine Kandidatur bereits vor vier Wochen angekündigt. Nun treten sie als Duo an, „mit Ecken, Kanten und Gemeinsamkeiten“, wie sie erklären. In SPD-Kreisen wird damit gerechnet, dass auch die stellvertretende Landesvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke, 44, kandidiert. Gewählt wird die neue Spitze beim Landesparteitag am 20. Juni in Ulm. Horand Knaup

Benedikt Kuhn, Chef der hessischen Staatskanzlei, gerät unter Druck. Der Hauptausschuss des Landtags beschäftigt sich am Mittwoch mit der offenbar freihändigen Vergabe eines Designauftrages. Die schwarz-rote Regierung hatte Ende März ein neues Corporate Design vorgestellt. Dessen Kosten belaufen sich laut FAZ allein für die beauftragte Agentur Ogilvy auf etwa 290.000 Euro. FDP und Grüne haben dringliche Berichtsanträge gestellt. Die Grünen fragen darin nach Kuhns Rolle bei der „internen Vergabevorbereitung und Entscheidungsfindung des Corporate-Design-Prozesses“. Die Vergabe des Auftrags an Ogilvy erfolgte ohne Ausschreibung. Nach Informationen der Grünen ist der CDU-Politiker bis Ende 2023 Managing Director einer kleineren Agentur gewesen, die inzwischen „Teil des globalen Netzwerks der Agentur Ogilvy ist“. Die FDP will wissen, „welche beruflichen oder sonstigen Kontakte zwischen Mitgliedern der Landesregierung beziehungsweise der Staatskanzlei und den beteiligten Agenturen bestanden oder bestehen“. Die Landesregierung teilte der FAZ mit, im Vergabeverfahren habe zu keiner Zeit ein Interessenkonflikt von Mitgliedern der Auswahl-Jury bestanden. (FAZ)

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Letzte Aktualisierung: 14. April 2026