Energiegesetze: Ressortabstimmung trotz SPD-Bedenken eingeleitet

22. April 2026

Der Streit um den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien und Gaskraftwerken wird auf eine neue Ebene verlagert: Die umstrittenen Gesetzentwürfe für das sogenannte Netzpaket und die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes aus dem BMWE von Katherina Reiche sind am Dienstag ohne größere Änderungen im Vergleich zu früheren Entwürfen im Rahmen der Ressortabstimmung an die anderen Ministerien verschickt worden. Auch der Entwurf für das „Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz“, in dem die Ausschreibung der neuen Gaskraftwerke geregelt wird, ging in die Ressortabstimmung. Zuvor hatte Finanzminister Lars Klingbeil im Rahmen der Frühkoordinierung inhaltliche Bedenken gegen die Gesetze angemeldet.

Diese sind offenbar weiterhin nicht ausgeräumt. So lehnt die SPD nach Informationen aus Regierungskreisen im Netzpaket weiterhin den sogenannten Redispatch-Vorbehalt ab, der vorsieht, dass neue Wind- und Solaranlagen in Gebieten mit Netzengpässen keine Entschädigung für abgeregelten Strom mehr bekommen sollen. Auch Branchenverbände hatten scharf gegen diesen Plan protestiert; sie fürchten, dass er neue Investitionen ausbremst, und halten ihn für europarechtswidrig. Im EEG sieht die SPD die geplante komplette Streichung der festen Einspeisevergütung für kleinere Dach-Solaranlagen kritisch.

Was beim Kraftwerksgesetz noch kritisiert wird und warum die Gesetze jetzt schnell auf den Weg gebracht werden sollen, lesen Sie im Berlin.Table. Malte Kreutzfeldt

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Letzte Aktualisierung: 22. April 2026