Berlin.Table – Ausgabe 762

Merz größte Herausforderung + Aufgaben für den Nachhaltigkeitsrat + VWs Wettbewerbsfähigkeit

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Talk of the Town

Europa und die Welt: Friedrich Merz’ größte Aufgabe

Von Tag eins seiner Amtszeit an hat der Kanzler kein Thema und keine Aufgabe, die ihn mehr umtreibt als die Erneuerung und Selbstbehauptung Europas. Friedrich Merz möchte, dass der Kontinent aus sich selbst heraus stark wird, um sich Schritt für Schritt unabhängig zu machen von einem egoistischen Amerika unter Donald Trump, einem kriegerischen Russland unter Wladimir Putin und einem China unter Xi Jinping, das von einem Partner zu einem oft aggressiven Konkurrenten geworden ist. Deshalb die frühe Lockerung der Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben; deshalb sein Kampf um Europas Wettbewerbsfähigkeit; deshalb sein Werben für mehr Zusammenhalt. Im Bundestag prägte der Kanzler den Begriff vom „Glück der Selbstbehauptung“. Darum geht es.

Nicht wenige – auch in seinem eigenen Tross – hoffen darauf, dass er auf der MSC diesen Weg fortsetzt. Im Idealfall noch entschiedener und werbender. Anknüpfen dürfte er dabei an seine Rede in Davos im Januar – und sich in seiner Beherztheit an Kanadas Premier Mark Carney orientieren. Mit einem selbstbewussten Eintreten für eine Weltordnung, die nur dann Sicherheit gibt, wenn sie Regeln folgt – und die man durchaus verteidigen kann, wenn man Bündnisse mit Gleichgesinnten wie Kanada und aufstrebenden Demokratien wie Südafrika und Brasilien schließt.

„Nur ein wirtschaftlich starkes Europa wird ein souveränes Europa sein“, sagte Merz am Donnerstag während seiner Ansprache auf dem Industriegipfel in Antwerpen. In Brüssel gilt Deutschland hingegen bei einigen Themen nach wie vor als Bremser. Das zentrale Problem der fehlenden Nachfrage und der zu tiefen Investitionen wird in den Augen der Kommission und einiger Mitgliedstaaten nicht allein durch Bürokratieabbau gelöst werden. Emmanuel Macron wiederholte auch am Donnerstag seine Forderung nach gemeinsam finanzierten Investitionen. Ein starker europäischer Kapitalmarkt benötige ein breit verfügbares Safe Asset wie die Eurobonds, sagten Anfang Februar auch die Zentralbanken der Eurozone in einem Positionspapier, das Table.Briefings vorliegt. Die Bundesregierung hat sich vor dieser Argumentation bisher nicht überzeugen lassen.

Merz weiß um die Begrenztheiten seiner Möglichkeiten. Vor allem sicherheitspolitisch. Für ihn bleibt unbestritten, dass die Emanzipation von den USA bei Verteidigungsfragen nicht in der völligen Abkoppelung von Washington liegen kann. Der Kanzler weiß ganz genau, dass eine wachsende Selbstständigkeit nur schrittweise zu erreichen. ist. Zugleich ahnt Merz, wie sehr die Zeit drängt, solange in Moskau ein Präsident regiert, der sein Land nahezu komplett auf eine Kriegswirtschaft umgestellt hat. Diese Situation ist und bleibt seine Hauptmotivation, wenn er – wie voraussichtlich auch wieder in München – begründet, warum gerade Deutschland mit Milliardeninvestitionen in die Verteidigung den europäischen Teil der Nato stärken möchte und muss.

Bei alledem kann Merz auf die Unterstützung der Union setzen. Mancher in der CDU sieht in der Außenpolitik sogar eine letzte Hoffnung, weil sie Merz dort am meisten zutrauen. Wenig überraschend ist deshalb, dass sie dem Kanzler vor der MSC den Rücken stärken. So erklärte eine Gruppe von Außenpolitikern aus der Fraktion, Merz führe Deutschland und Europa durch volatile Zeiten. Die USA seien zwar ein entscheidender Partner, aber Europa stehe geschlossen und lasse sich nicht spalten. Allerdings wird penibel beobachtet, wie der Kanzler mit der alten Nähe zu Paris und der neuen zu Rom umgeht.

Lob für eine engere Kooperation mit Georgia Meloni kommt von Manfred Weber. Der EVP-Chef sagte Table.Briefings: „Europa profitiert enorm, wenn Deutschland und Italien eng zusammenarbeiten.“ In Berlin wie in Rom gebe es „stabile Regierungen mit klarer Führung“, die bei der Wettbewerbsfähigkeit, beim Handel, bei Verteidigung und beim Kampf gegen die illegale Migration vorangehen würden. Dieses Bündnis sei keine „Absage“ an Paris. „Wir gewinnen am meisten, wenn viele Motoren europäische Lösungen vorantreiben.“

Andere dagegen warnen davor, das Bündnis mit dem engsten europäischen Partner in Paris zu vernachlässigen. „Der deutsch-französische Motor ist kein Selbstläufer, sondern ein Arbeitsverhältnis mit klaren Interessen auf beiden Seiten“, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Unionsfraktion, Catarina dos Santos, Table.Briefings. Merz sei mit dem Wort „Neustart“ in seine Europapolitik gestartet. Dazu gehöre der Bürokratieabbau, die Stärkung der Industrie, aber auch die militärische Abschreckung und engere Rüstungskooperationen. Frankreich sei dabei Deutschlands „engster und wichtigster Verbündeter“. Sie hält das Bündnis mit Paris für einen „Stabilitätsanker“ auch gegenüber den USA — sofern es gelinge, weitere Partner einzubinden. „Ich sehe Friedrich Merz hier in einer sehr aktiven Rolle“, so dos Santos. Dass Merz und Macron am Donnerstag in Antwerpen Hand in Hand die gemeinsame Pressekonferenz verließen, dürfte dos Santos besonders gefallen.

Der Security.Table versorgt Sie das ganze MSC-Wochenende über mit Spezial-Ausgaben.

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Table.Today-Podcast Spezial: Wie Europas neue Ordnung aussehen könnte. Die Vielfalt der Europäischen Union könnte sich als Antwort auf die neue US- Außenpolitik auch als Chance erweisen. Das jedenfalls glaubt der langjährige Deutsche Bank-Aufsichtsratschef und Allianz-Vorstand Paul Achleitner. „Die Fragmentierung der EU ist auch ein Vorteil. Für jeden Orbán gibt es einen Sánchez. In Europa wirst du eingefangen und zu Kompromissen gezwungen.“ Achleitner warnt vor dem Mythos des charismatischen Führers, den sich viele am linken und rechten Rand wünschen und der vermeintlich alle Probleme löst. Die industrielle Struktur Deutschlands könne in einer Welt, in der die KI Software ersetzen kann, eine Chance für den Standort sein. „Hardware erlebt seine Renaissance. Auch handwerkliche Fähigkeiten kann mir die KI nicht ersetzen.“ Das deutsche Geschäftsmodell könne neu erfunden werden, wenn die Politik entscheidungsfreudiger werde. Was Deutschland am meisten fehle, sei Geschwindigkeit. „Wenn Sie Mut und Geschwindigkeit haben, wird das Kapital von alleine kommen.“

Zum neuen Geschäftsmodell Deutschlands gehören neue Partner in der Welt. Dazu zählen die Golf-Staaten. Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, Ahmed Alattar, hofft auf eine neue pragmatische Außenpolitik, die weniger belehrend daherkommt. „Radikaler Pragmatismus wird das Schlüsselwort des kommenden Jahrzehnts sein.“ Deutschland sei eine der Fabriken der Welt und deswegen ein idealer Partner für die Emirate, gerade in der Energiepolitik. Alattar glaubt, dass Deutschland weiter auch fossile Energien benötige, wenn es widerstandsfähig sein wolle. Es sei wie bei einem Schweizer Taschenmesser, sagt er. „Ihr werdet fossile Brennstoffe – Öl, Gas und Kohle – in gewissem Maße weiterhin brauchen, aber ihr müsst das mit einem ganzen Bündel anderer Energiequellen kombinieren.“

Außerdem in der ersten Folge des MSC-Podcasts: Wie EU-Kommissar Magnus Brunner den Prozess beim europäischen Asylsystem bewertet und wo die deutsch-amerikanische Politologin Cathryn Clüver Ashbrook die konkreten nächsten Schritte zu einem verteidigungspolitischen Kerneuropa sieht. Sie hören den Podcast ab 5 Uhr hier. Während der MSC hören Sie täglich Sonderausgaben des Podcasts Table.Today. Michael Bröcker

Table.Today MSC Spezial. Wer sind Europas neue Partner?

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EU-Rüstungspolitik: EY fordert „verbindliche Abnahmezusagen“. Das Beratungsunternehmen EY hält eine stärkere „europäische Koordinierung der Rüstungsproduktion“ für unerlässlich, um konkurrenzfähig zu den USA zu werden. „Wichtig sind ein strategisch abgestimmtes, europäisches Beschaffungs- und Innovationsökosystem, das Skalierungsfähigkeit, technologische Exzellenz sowie resiliente Lieferketten stärkt“, heißt es in dem EY Defense Paper, dasTable.Briefings vorliegt. Darin fordern die Autoren „eine EU-harmonisierte, beschleunigte Beschaffung mit verbindlichen Abnahmezusagen“. So ließe sich die Nachfrage bündeln und der Schritt vom Manufakturbetrieb vieler Rüstungsbetriebe hin zur Serienproduktion schaffen. Das ganze Papier steht im Security.Table. Hier können sich für einen Test anmelden. Markus Bickel

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Agrifood.Table: Kriegsführung mit Nahrungsmitteln. Der MSC-Report beschäftigt sich mit dieser Art der Kriegsführung. Wie das Thema Ernährungssicherheit in der Landwirtschaft debattiert wird, lesen Sie hier.

Africa.Table: Südafrika als Verfechter des Multilateralismus. Das Land will die MSC nutzen, um die Debatte über eine Reform des UN-Sicherheitsrats voranzutreiben. Dabei könnten Deutschland und Südafrika zusammenarbeiten, sagt Vize-Außenminister Alvin Botes. Wie er die Beziehungen zu den USA bewertet, lesen Sie hier.

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News

Nachhaltigkeit: Was die Regierung vom RNE erwartet. Ökonomische Themen sollen beim Rat für Nachhaltige Entwicklung stärker im Fokus stehen als bisher. Das sagen der neue RNE-Vorsitzende Gerald Haug und sein Vorgänger Reiner Hoffmann im Gespräch mit Table.Briefings. „Nachhaltigkeit ist in der Wirtschaft kein Gewinnerthema mehr“, so Haug. „Da müssen wir wieder hinkommen.“ Das 15-köpfige Gremium, das die Bundesregierung berät, ist formal unabhängig. Hoffmann aber sagt: „Die Regierung ist mit der klaren Erwartung an uns herangetreten, dass wir dazu arbeiten, wie die Transformation gelingen kann.“ Dafür soll der RNE auch Praxisbeispiele und Perspektiven für nachhaltiges Wirtschaften aufzeigen.

Der RNE wird sein Arbeitsprogramm für die kommenden drei Jahre Ende März bei einer zweitägigen Klausur festlegen. Klar sei aber schon jetzt, dass auch die Überregulierung durch grüne Gesetze und Richtlinien im Mittelpunkt stehen werde. Zwar könne der Rat nicht en détail Empfehlungen aussprechen, welche Verordnungen gestrichen werden sollten. Aber: „Wir wollen uns auf einer systemischen Flughöhe einbringen und dafür aussprechen, mutiger zu sein. Ich sehe eine hohe Mutlosigkeit und unglaubliche Risikoaversion. Das muss sich ändern“, sagt Haug.

Um den neuen Herausforderungen durch die Geopolitik und die Rezession gerecht zu werden, ist der RNE so divers wie nie zuvor besetzt. Neu an Bord sind unter anderem eine KI-Expertin und ein Militär-Fachmann. „Es sind Expertisen im Rat vertreten, die wir vorher nicht hatten“, sagt Hoffmann. „Das wird die Debatten auch sehr anspruchsvoll machen.“ Das gesamte Interview lesen Sie im ESG.Table. Marc Winkelmann

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European Employment & Social Rights Forum. 3.-4. März. Brüssel & Online. European Commission

Das European Employment and Social Rights Forum kehrt zurück.
Dieses Jahr geht es um die Antwort der EU auf steigende Lebenshaltungskosten, zunehmende Unsicherheit am Arbeitsmarkt und den allgemeinen Wandel der Arbeitswelt. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mutige Ideen, wie Europa seine größte Stärke unterstützen kann: seine Menschen. Jetzt anmelden.

Strategie in China: Wie VW global wettbewerbsfähig bleiben will. Der Volkswagen-Konzern will seine Modelle aus China verstärkt in Drittmärkte exportieren. Im Mittelpunkt steht das milliardenschwere VW-Innovationszentrum in der Provinz Hefei. „Die in China entwickelten Technologien und Produkte eröffnen uns neue Exportchancen“, so Konzern-CEO Oliver Blume Table.Briefings. Doch auch wenn VW die heimische Produktion schützen will: Es droht ein Zielkonflikt zwischen der Stärkung des Industriestandorts Europa und dem Konzernstreben nach internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Weshalb VW dennoch auf China setzt, lesen Sie im China.Table. Julia Fiedler

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Pflege-Prävention: 5 schnell umsetzbare Maßnahmen. Die Diskussion um eine Reform der Pflegeversicherung hält an – und viele der dabei ins Spiel gebrachten Ideen werden länger brauchen, bis sie ihre Wirkung entfalten können. Um diese Zeit zu überbrücken, schlägt die PKV ein Sofortprogramm mit fünf Präventionsmaßnahmen vor - allesamt praxiserprobt und schnell umsetzbar. (mehr auf pkv.de)

Digitalisierung: Wo die Bundesagentur für Arbeit KI nutzt. 32 auf Künstlicher Intelligenz beruhende Anwendungen sind bei der BA derzeit im Einsatz oder in Planung. Damit ist die von Andrea Nahles für Ende 2025 angekündigte Zahl von 33 nicht ganz erreicht. Für das fehlende Tool fehlte das Geld. Die noch fehlende KI-Anwendung soll über Verbesserungen des „Kompetenzkatalogs“ die passgenaue Vermittlung in der Online-Jobsuche unterstützen. Andere Anwendungen helfen beim Kindergeld-Genehmigungsprozess oder stellen vor Beratungsgesprächen passendes Wissen aus dem BA-Angebot zusammen. Eine Übersicht finden Sie hier. Okan Bellikli

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Verteidigung: Quantum Systems auf Einkaufstour. Das Start-up kauft, wächst und denkt groß – sieben Akquisitionen im Jahr 2025, mehrere weitere werden gerade abgeschlossen. Drei Milliarden Euro ist das Unternehmen aus Gilching bei München, das mit Drohnen für die Ukraine auf sich aufmerksam gemacht hat, bereits wert. Nun gibt es einen großen Kredit über 150 Millionen Euro – frisches Kapital von der Europäischen Investment Bank (EIB), KfW und Hausbanken. Im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz sind weitere Ankündigungen mit hochkarätigen Delegationen geplant. Quantum Systems soll keine Drohnenfirma bleiben, sagt Florian Seibel im Gespräch mit Table.Briefings – der Quantum-CEO will Europas nächsten großen Technologiekonzern aufbauen. Was ihn antreibt, was er Politikern vorwirft und welche Rolle Peter Thiel bei der Gründung spielte, lesen Sie am Samstag im CEO.Table. Alex Hofmann

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Staatsmodernisierung: Bürokratieabbau nicht nur zugunsten der Wirtschaft. „Die Staatsreform darf nicht leichtfertig zum Spielfeld eines Lobbykampfes werden“, schreiben Markus Leick (ProjectTogether), Stefan Heumann (Agora Digitalwende) und Ann Cathrin Riedel (NExT e. V.). Würden Wirtschaftsinteressen gegen gesellschaftliche Schutzgüter wie Klagerechte der Zivilgesellschaft, Umweltschutz oder Sozialstandards ausgespielt, mache man sich weite Teile der Zivilgesellschaft zum Gegner. Warum das Arbeitsprinzip des Digitalministeriums „Wenn wir nur genug Regelungen streichen, läuft der Motor schon wieder“ unterkomplex sei, lesen Sie im Standpunkt. Leonard Schulz

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Berlinale-Eröffnung: Berliner Politik, Stars und Nahost. Wolfram Weimer, Kai Wegner, Franziska Giffey und andere Politiker mischten sich am Eröffnungsabend unter Filmstars wie Michelle Yeoh oder Oscar-Regisseur Sean Baker. Schon während der Eröffnungspressekonferenz spielte das Thema Nahost eine Rolle. Auf eine Frage zur „selektiven Solidarität“ des Festivals mit dem Iran und der Ukraine, aber nicht mit den Palästinensern, antwortete Jury-Präsident Wim Wenders: „Wir müssen uns aus der Politik heraushalten, denn wenn wir dezidiert politische Filme machen, betreten wir das Feld der Politik, aber wir sind das Gegengewicht zur Politik. Wir müssen die Arbeit der Menschen machen und nicht die Arbeit der Politiker.“ Der Festival-Livestream der Pressekonferenz wurde nach der Frage abgebrochen, wogegen Kritik laut wurde. Die Nachrichtenagentur Reuters zeichnete weiter auf.

Film dürfe nie parteipolitisch sein, entgegnete Ex-Kulturstaatsministerin Claudia Roth im Gespräch mit Table.Briefings. „Aber natürlich hat das Kino eine unfassbar wichtige gesellschaftspolitische Bedeutung. Und ich bin sehr stolz und glücklich, dass die Berlinale ihrem Ruf gerecht wird, Zeichen zu setzen.“ Ein solches Zeichen sei der Film „No Good Men“ der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat, mit dem die Festspiele eröffnet werden. Sie wünsche sich, sagte Roth, dass Alexander Dobrindt diesen Film sehe und ihm das Schicksal von Frauen in Afghanistan vor Augen geführt werde. Leonard Schulz

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Table.Documents

Gesetzentwurf zur Digitalisierung in der Migrationsverwaltung

Gesetzentwurf zur Treibhausgasminderungs-Quote

Bericht zur Evaluierung der Grundrente

Bericht zu sozialer Konditionierung in der Industriepolitik

Übersicht von KI-Tools der Bundesagentur für Arbeit

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Heads

Ines Claus ist hessische Landes-Politikerin und soll beim CDU-Parteitag in der kommenden Woche zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt werden. Eigens für sie, wird der Vorstand von sechs auf sieben Mitgliedern erweitert. Die 48-Jährige gilt als pragmatische Machtpolitikerin mit engem Draht zur Wirtschaft und klarer Agenda über Hessen hinaus. Ihr zentrales Thema: mehr Einfluss von und für Frauen in der CDU, um neue Wählerinnen zu gewinnen. Laura Block

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Best of Table

China.Table: Größte Wirtschaftsdelegation seit Merkels erster Amtszeit. Friedrich Merz wird bei seiner China-Reise Ende Februar von einer 30-köpfigen Wirtschaftsdelegation begleitet. Die Teilnehmerliste liegt Table.Briefings exklusiv vor. Welche Branchen die meisten Teilnehmer stellen, lesen Sie hier.

China.Table: Vor dem Neujahr machen die Pferde schlapp. Kurz vor dem Jahr des Feuerpferdes wird in China mutmachende Pferdeästhetik en masse mobilisiert. Doch es gibt auch leise Satire. Was Karikaturen arbeitsunwilliger Zugpferde über die Stimmung in China verraten, lesen Sie hier.

Europe.Table: Boris Pistorius stellt Ukraine weitere Abfangraketen in Aussicht. Deutschland werde der Ukraine fünf zusätzliche PAC-3 Interceptoren zur Raketenabwehr liefern, wenn andere Verbündete insgesamt 30 weitere Systeme zur beisteuern. Wie die Verbündeten der Ukraine weiter helfen wollen, lesen Sie hier.

Europe.Table: Deregulierungsagenda und Umweltschutz. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen den Deregulierungskurs fortsetzen. NABU-Experte Raphael Weyland sagt, dass dabei der Klimaschutz Schaden nehmen könne. Warum das auch auf Kosten der Wirtschaft ginge, lesen Sie hier.

ESG.Table: Wie die Transformation besser gefördert werden kann. Forscher aus Deutschland und Österreich haben sich angeschaut, was es für eine gute Industriepolitik braucht. Was sie der Bundesregierung empfehlen, lesen Sie hier.

ESG.Table: Warum ein neuer Bergbau-Standard umstritten ist. Ein neuer Nachhaltigkeitsstandard soll das kleinteilige Zertifizierungsfeld vereinfachen. Die Industrie befürwortet die Initiative. Welche Kritik nun daran aufkommt, lesen Sie hier.

CEO.Table: Wie KI den Arbeitsmarkt verändert. Viele Unternehmen stehen bei der Einführung von KI noch am Anfang. Sie suchen Fachkräfte für die neue Technologie, während der Tech-Sektor Stellen abbaut. Wie Firmen darauf reagieren, lesen Sie am Samstag hier.

Bildung.Table: Demokratiebildung für Azubis. Das ist bisher eine Seltenheit. Wie es gehen kann und welche Hürden sich für Berufsschulen und Betriebe auftun, lesen Sie hier.

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Security.Table MSC Special. Exklusive Analysen, Hintergründe und News aus München. Unser Partner Sopra Steria.

Time.Table

MSC: Beginn der dreitägigen Münchner Sicherheitskonferenz mit Eröffnung durch Friedrich Merz (13:30 Uhr) und anschließender Rede.
München, 13. bis 15. Februar. Weitere Informationen

Außenpolitik: Pressestatement vor Transatlantischem Forum der CSU, u. a. mit Mark Rutte. Mit dabei sind zudem Ursula von der Leyen, Johann Wadephul und Markus Söder. München, 10:40 Uhr

EU: Informelles Treffen der EU-Minister für Arbeits- und Sozialpolitik in Nikosia, Zypern. Weitere nformationen

Würdigung: Gedenken an die Zerstörung der Stadt Dresden am 13. Februar 1945. Mit Kranzniederlegung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Dresden, ab 9 Uhr. Weitere Informationen

Festakt: Empfang anlässlich des 80-jährigen Jubiläums der CDU Schleswig-Holstein mit Ehrengast Armin Laschet. Rendsburg, 15 Uhr

Wirtschaft: Eurostat veröffentlicht Zahlen zu LNG-Importen aus Russland für das Jahr 2025. Luxemburg

Infrastruktur: Beginn des Ausbaus der A8 am Albaufstieg auf sechs Fahrstreifen u. a. mit Patrick Schnieder und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Hohenstadt, 9 Uhr

Agrarpolitik: Besuch von landwirtschaftlichen Betrieben durch Alois Rainer und Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz. Dazu Gespräch über aktuelle Herausforderungen in der Landwirtschaft in Westerngrund (19 Uhr). Landkreis Aschaffenburg, ab 11:15 Uhr

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Must Reads

FAZ: Koalition uneins über Sprachkurse. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt schränkt den Zugang zu Integrations- und Deutschkursen deutlich ein – und provoziert damit scharfen Widerspruch aus der SPD. Künftig sollen nur noch Ausländer mit dauerhafter Bleibeperspektive gefördert werden, viele Asylbewerber und Ukrainer fallen heraus. Während das Innenministerium von Effizienz und klaren Anreizen spricht, warnen Sozialdemokraten vor integrationspolitischen Rückschritten. („Kein Kurs für Perspektivlose“)

SZ: Zweifelt der Kanzler am Emissionshandel? Beim Industriegipfel in Antwerpen stellte Kanzler Friedrich Merz den CO₂-Emissionshandel überraschend infrage, bislang ein zentrales Instrument marktwirtschaftlichen Klimaschutzes. Europas wichtigstes Klimawerkzeug könnte unter dem Druck der Industrie ins Wanken geraten. Wie weit ist die Union bereit zu gehen, wenn Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz kollidieren? („Liegt alles nur am Klimaschutz?“)

Tagesspiegel: Wie Jeff Bezos die Washington Post ruinierte. Jeff Bezos wollte die Washington Post ins digitale Zeitalter führen – nun steht die Traditionszeitung vor einem Scherbenhaufen. Nach umstrittenen Eingriffen in die Redaktion, massiven Abo-Verlusten und wachsender Nähe zu Donald Trump folgt der drastischste Schritt: Hunderte Journalistinnen und Journalisten verlieren ihren Job. Kritiker sprechen vom selbst verschuldeten Niedergang einer einst stolzen Marke. Wie konnte es so weit kommen? („Der tiefe Einschnitt bei der „Washington Post“ unter Jeff Bezos“)

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Schlagzeilen von morgen

Meistgelesenes von heute

Heute Abend in den Talkshows

Markus Lanz, 23:30 Uhr: Sepp Müller, Kevin Kühnert, Jana Hensel, Nicola Fuchs‑Schündeln

phoenix runde, 0 Uhr: Thomas Wiegold, Gerhard Mangott, Rachel Tausendfreund, Helmut Ganser

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Interviews von morgen

Deutschlandfunk

6:50 Uhr: Markus Ferber, Vorsitzender und Generalsekretär der Hanns-Seidel-Stiftung: EU-Wirtschaftsgipfel

7:15 Uhr: Mirjana Spoljaric-Egger, Präsidentin des IKRK: Hilfsorganisationen in Kriegszeiten

8:10 Uhr: Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der MSC: Wie stark ist Europa?

ARD

7:05 Uhr: Martin Burkert, Vorsitzender EVG: Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn

7:35 Uhr: Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der MSC: Münchner Sicherheitskonferenz

8:05 Uhr: Johann Wadephul, Bundesaußenminister: Münchner Sicherheitskonferenz

8:35 Uhr: Wolfram Weimer, Kulturstaatsminister: neue Filmförderung

rbb24–Inforadio

7:05 Uhr: Detlef Neuß, Vorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn: Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn

7:25 Uhr: Nils Schmid, Parlamentarischer Staatssekretär im BMVg: Münchner Sicherheitskonferenz – Europäische Sicherheit neben oder gar ohne USA

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Geburtstage von morgen

Beate Klarsfeld, Journalistin, 87

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Nachttisch

Unser Tipp führt Sie heute ins journalistische Werk George Orwells. Der Band versammelt eine Auswahl seiner Kolumnen aus der Zeit 1943 bis 1949. Die Landung in der Normandie oder die Befreiung von Auschwitz finden sich darin – und viele heute noch relevante Themen. In einem Text von 1944 geht Orwell der Frage nach, was Faschismus ist. In einem von 1946 kritisiert er, die Verfassung der Uno hätten die zwei, drei größten Staaten so geregelt, dass ihre Handlungen nie infrage gestellt werden könnten. Zudem findet man die Rezension eines Bands der Memoiren von Winston Churchill. Dieser erhielt für sein Werk den Literaturnobelpreis, Orwell sah in dem Buch eine beachtliche Bereitschaft, Fehler einzugestehen. Okan Bellikli

George Orwell: Zeilen der Zeit | Reclam

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Das war’s für heute. Good night and good luck!

Heute haben János Allenbach-Ammann, Okan Bellikli, Markus Bickel, Laura Block, Stefan Braun, Michael Bröcker, Julia Fiedler, Damir Fras, Daniel Friesen, Alex Hofmann, Vincent Mikoteit, Leonard Schulz, Sven Siebert, Sara Sievert und Marc Winkelmann mitgewirkt.

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