Organisation non grata: DAAD schließt seine Vertretung in Moskau

Ralf Nestler, Redakteur Space.Table
16. Februar 2026

Organisation non grata: DAAD schließt seine Vertretung in Moskau. Nachdem das russische Justizministerium den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zur „unerwünschten Organisation“ erklärt hat, schließt dieser nun sein Büro in Moskau. Nach dem Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren waren bereits alle wissenschaftlichen Kooperationen mit Russland beendet worden. Der DAAD hatte seine Vertretung „als eine der letzten Brücken für die Zivilgesellschaft“ aufrechterhalten. Dort konnten sich Studierende weiterhin auf Stipendien in Deutschland bewerben.

Die Wissenschaft selbst hatte der Kooperationsstopp hart getroffen, unter anderem in der Polarforschung und der Astrophysik. Bei großen Forschungsanlagen wie dem Teilchenbeschleuniger Fair und dem Röntgenlaser XFEL, die in Deutschland gebaut beziehungsweise betrieben werden, ist Russland jedoch weiterhin beteiligt – obwohl derzeit keine Forscher aus dem Land hier tätig sein dürfen. Ob sich nun auch dort ein Ausstieg andeutet, lesen Sie im Research.Table. Ralf Nestler

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Letzte Aktualisierung: 16. Februar 2026