Nato-Außenminister-Treffen: Wadephul bekräftigt, Rubio kritisiert

21. Mai 2026

Nato-Außenminister-Treffen: Wadephul bekräftigt, Rubio kritisiert. Zum Auftakt des Treffens in Helsingborg sagte Johann Wadephul, dass er „eine stärkere Nato mit einer größeren Rolle Europas“ wolle. Marco Rubio äußerte sich kurz vor seiner Abreise kritisch: „Ich glaube nicht, dass irgendjemand überrascht ist, dass die Vereinigten Staaten und insbesondere der Präsident derzeit sehr enttäuscht von der Nato sind und davon, was sie bedeutet“, so der US-Außenminister. Er dürfte am Freitag bei dem Treffen verkünden, dass die Europäer in Krisenzeiten mit weniger US-Unterstützung rechnen müssen. Einen Empfang bei Schwedens König am Donnerstagabend und ein Arbeitsessen des Nato-Ukraine-Rates ließ er aus.

Wadephul erklärte, dass Deutschland sich seiner Verantwortung stelle. In Den Haag hätten die Alliierten das Bekenntnis zum transatlantischen Bündnis erneuert und die Weichen für eine Nato 3.0 gestellt: „Darauf bauen wir auf, wenn wir in Schweden, dem jüngsten Nato-Mitglied, den Gipfel in Ankara vorbereiten“. Deutschland habe sich als Erstes zum Fünf-Prozent-Ziel bekannt und wolle es so schnell wie möglich erreichen. Dabei sei klar, dass sich mit steigenden europäischen Fähigkeiten auch die Aufgaben im Bündnis verschieben: „Unser Ziel ist eine Lastenverteilung, die Deutschlands und Europas wirtschaftlichem und militärischem Potenzial entspricht.“ Warum auch die Straße von Hormus Thema sein wird, lesen Sie im Europe.Table. Stephan Israel

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Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2026