Neue Gesundheits-Cloud: Bayern bündelt medizinische Daten

17. Januar 2026

Bayern startet eigene Gesundheits-Cloud für Patienten. Der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume und die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach starten eine eigene Gesundheits-Cloud für Patienten in Bayern. „Wir können mit Gesundheitsdaten Menschenleben retten und mit dieser Cloud einen Quantensprung erzielen“, sagte Gerlach am Rande der Digitalkonferenz DLD in München. Der Datenschatz in den Kliniken und Praxen sei enorm, aber „wir nutzen ihn bisher nicht optimal“. Blume ergänzte, dass dieses neue Online-Gesundheitsdatenzentrum „nicht nur Treiber für innovative Medizin ist, sondern Leben retten kann“.

Zu Beginn sollen ohnehin vorhandene anonymisierte und pseudonymisierte Daten von Patienten der sechs Universitätskliniken in die Cloud gebracht werden – dazu gehören Laborwerte, Wahrscheinlichkeiten zu Krankheitsverläufen oder Daten zu Krebstherapien –, um mit der so anwachsenden Datenbank bessere epidemiologische Studien durchzuführen. Bei der Installation der Cloud sei man „bis an die Grenze des Rechtlichen“ gegangen, sagte Blume. „Wir hoffen, dass dies eine Blaupause für Deutschland wird.“ Die Daten sollen von einer vertrauenswürdigen staatlichen Stelle geschützt werden, darunter dem Leibniz-Rechenzentrum. Auch der Landesdatenschutzbeauftragte unterstütze diese Initiative, betonten die Minister. Michael Bröcker

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Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2026