Green-Tech: Anteil an Neugründungen in Deutschland sinkt

16. Mai 2026

Laut dem vom Startup-Verband am Dienstag veröffentlichten Greentech-Monitor 2026 gibt es in Deutschland 2.903 aktive Greentech-Start-ups. Fast ein Viertel entfällt auf den Energiesektor, weitere 18 Prozent lassen sich den Umwelttechnologien zuordnen, sie beschäftigen sich etwa mit Wasser- oder Kreislaufwirtschaftstechnologien. Die Bedeutung der Branche wurde gerade erst bei der IFAT deutlich. Besonders viele Start-ups gibt es laut dem Verband in Berlin (549), München (222) und Hamburg (170).

Allerdings werden deutlich weniger Green-Tech-Start-ups gegründet. Waren es 2021 noch 545, sind es zuletzt nur noch 321 gewesen. Zur Begründung heißt es bei dem Verband: „Die politische Unsicherheit und das schwache Investitionsklima im Sektor hinterlassen ihre Spuren.“

Laut dem Monitor spielt die Forschung eine große Rolle. Zwei Drittel der Unternehmen gäben an, dass ihr Produkt aus wissenschaftlicher Forschung hervorgeht, „über die Hälfte bringt neue Technologien auf den Markt“. 62 Prozent der jungen Firmen wurden bei ihrer Gründung demnach von Hochschulen oder Forschungseinrichtungen unterstützt.

Massive Finanzierungslücke: Gegenüber US-Wettbewerbern fehlen deutschen Energie-Start-ups laut dem Monitor rund 500 Millionen Euro pro Jahr – bezogen auf den gesamten Green-Tech-Sektor seien es sogar mehr als eine Milliarde Euro.

75 Prozent der Unternehmen bewerten Deutschland im europäischen Standortvergleich positiv. Damit fielen die Bewertungen der Green-Tech-Unternehmen besser aus als die von Start-ups allgemein, heißt es. Caspar Dohmen

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Letzte Aktualisierung: 16. Mai 2026