Wahlen in Ungarn: Weshalb Orbán wieder auf eine Angstkampagne setzt

31. März 2026
Péter Magyar und Viktor Orbán (picture alliance/NurPhoto/Balint Szentgallay | picture alliance/Hans Lucas/Magali Cohen)

Wahlen in Ungarn: Weshalb Orbán wieder auf eine Angstkampagne setzt. „Sie sind gefährlich“, heißt es auf Wahlplakaten, auf denen neben Oppositionsführer Péter Magyar von der Tisza-Partei auch Wolodymyr Selenskyj zu sehen ist. Ungarns Regierungschef Viktor Orbán hat in den 16 Jahren im Amt seine Wähler mit wechselnden Feindbildern mobilisiert – und macht es jetzt wieder. Zuerst war es der IWF, später während der Migrationskrise waren es George Soros und Jean-Claude Juncker – und nun der Präsident der Ukraine. Orbáns Nervosität scheint diesmal begründet. In unabhängigen Umfragen liegt der Amtsinhaber seit Wochen hinter seinem Herausforderer Magyar zurück.

Magyars wichtigstes Wahlversprechen ist der Kampf gegen die Korruption. Orbán habe Ungarn zum ärmsten und korruptesten Land in der EU gemacht, sagt er. Bei anderen Fragen wie der Position zur Unterstützung der Ukraine oder einer EU-Mitgliedschaft des Nachbarlandes bleibt der Tisza-Spitzenkandidat vage, um keine Wähler zu verschrecken. Wie der Endspurt vor den Parlamentswahlen am 12. April verläuft und weshalb genaue Prognosen schwierig sind, lesen Sie im Europe Table. Stephan Israel

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Letzte Aktualisierung: 31. März 2026