OpenClaw: Chinas nächstes KI-Rennen hat begonnen

28. März 2026

In Chinas KI-Branche hat sich der Fokus verschoben: Statt reiner Chatbots steht nun der Wettbewerb um sogenannte KI-Agenten im Mittelpunkt. Das sind Programme, die eigenständig Aufgaben erledigen, etwa Dokumente bearbeiten oder Prozesse am Computer ausführen. Ausgelöst wurde dieser Trend durch den Open-Source-Agenten OpenClaw, der sich von einem Entwickler-Tool zu einem Massenphänomen entwickelte. Große Tech-Konzerne wie Alibaba, Baidu und Tencent treiben die Entwicklung mit eigenen Plattformen und Integration massiv voran. China könnte dabei einen Vorteil haben, weil digitale Ökosysteme dort bereits stark vernetzt sind und neue Technologien schnell im Alltag ankommen.

Gleichzeitig bringt der Boom neue Herausforderungen: KI-Agenten vebrauchen deutlich mehr Rechenleistung als Chatbots. Das führt zu steigenden Kosten und einer neuen „Token-Ökonomie“. Zwar steigen dadurch potenziell die Umsätze, doch auch die Investitionen in Infrastruktur wachsen stark - und die Rentabilität bleibt unklar, was Anleger skeptisch macht. Zudem gibt es politische Risiken: Behörden warnen vor Sicherheitsproblemen, schränken die Nutzung in sensiblen Bereichen ein und könnten künftig stärker regulierend eingreifen. Mehr dazu lesen Sie im China.Table. Jörn Petring

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Letzte Aktualisierung: 28. März 2026