Versorgung von Verwundeten: Was Uni-Kliniken von der Bundesregierung fordern

04. März 2026
Kliniken in der Verteidigungsplanung

Versorgung von Verwundeten: Was Uni-Kliniken von der Bundesregierung fordern. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr bereitet sich darauf vor, bei einem Konflikt an der Nato-Ostgrenze bis zu 1.000 verwundete Soldaten nach Deutschland transportieren zu müssen. Über sogenannte Hubs (siehe Grafik) sollen die Soldaten auf die Bundeswehr-Krankenhäuser und zivile Kliniken in ganz Deutschland verteilt werden. Angewiesen ist die Bundeswehr dabei nicht nur auf Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz oder die Johanniter, sondern auch darauf, dass die zivilen Krankenhäuser die Patienten aufnehmen können.

Derzeit hakt es hier aber noch: Dabei könnten die Unikliniken bei der Verteilung und Versorgung eine zentrale Rolle spielen, sagt Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Ulm. Aber solange der Bund keine einheitliche Regelung finde, wer im Ernstfall über Bettenbelegung und Ressourcen entscheiden darf, drohe in den Ländern ein Flickenteppich. Umso dringender warten Kaisers und seine Kollegen auf das Gesundheitssicherstellungsgesetz. Kaisers fordert außerdem, dass das Gesundheitsministerium einen Platz im Nationalen Sicherheitsrat bekommt. Wie die Bundeswehr das Szenario bei der Übung Quadriga Medic durchspielen wird, lesen Sie im Security.Table. Lisa-Martina Klein

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Letzte Aktualisierung: 04. März 2026